Sonntag, 27. Dezember 2015

FIW - Die ersten Indianer sind fertig

Über die Feiertage habe ich meine ersten Indianer für das Tactica 2016 Projekt fertig gestellt.
Die Modelle stammen von Wargames Factory. Sie passen vom Größenverhältnis ganz gut zu den Modellen von Conquest / Warlord Games aber sind deutlich kleiner als die Minis von Redoubt. Da ich die Einheiten nicht mischen möchte, finde ich es aber trotzdem noch ok.

Indianer aus der Box von Wargames Factory



Dienstag, 22. Dezember 2015

Fundstück der Woche - viele moderne Panzer von Heroic & Ros, ein Review



Zur Abwechslung gibt es kein Geschreibsel von mir, sondern einen Link.
Momentan geht die "Team Yankee" Welle um, und an anderer Stelle hatte ich schon einmal geschrieben, dass mir der Maßstab dafür einfach nicht passt, das soll hier aber gar nicht das Thema sein. Dies sah ein Blogging-Kollege aus den USA genauso und hat sich mit Modellen von H&R eingedeckt.

Insbesondere der Preisvergleich mit BF fand ich interessant, obwohl es natürlich müßig ist, Nach eigener Angabe hat er 789 Panzer, Fahrzeuge, Infanterie-Züge usw. für 750$ gekauft. In 15mm von BF hätte man über 14000$ bezahlen müssen. Fand ich schon witzig zu lesen :)

Hier der versprochene Link:
http://www.wwpd.net/2015/10/heroics-and-ros-review.html

Wenn ich mit Team Yankee anfange, wird es wohl auf H&R hinauslaufen.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Jahresrückblick und was die Zukunft bringt

Das Jahr neigt sich dem Ende und es ist an der Zeit die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Durch den Blog bin ich zum ersten Mal in der Lage das Geschaffte schwarz auf weiß mit dem zu vergleichen, was ich mir vorgenommen hatte. Der Vergleich sieht leider sehr desaströs aus, kaum ein Projekt, was ich zu Ende gebracht habe, obwohl ich das Jahr viele Minis bemalt habe. Einmal mehr habe ich festgestellt, dass ich unter Druck mit Meilensteinen am meisten schaffe (ein Tabletoptreffen mit den Berlinern, bis dahin müssen 25 Punkte Warmaschine/Hordes angemalt sein, *bääm*, fertig). Danach war der Druck weg und sieben Minis fehlen zum Projektabschluss :(

  • Die Modelle für die Combined Army und der Spieltisch sind nicht fertig geworden. Aber die Kampagne lief über fast ein Jahr bis zum Ende, und das, finde ich, ist ein toller Erfolg. Im kommenden Jahr werde ich ab und an eine Figur für Infinity anmalen, aber mein Fokus liegt mittlerweile woanders, mehr dazu weiter unten.
  • US Marines für Afghanistan sind fertig, yay!
  • Die Jock Column habe ich nicht mehr angefasst… (aber irgendwann wird sie fertig, jawohl!)
  • Einen Wüstentisch gibt es auch noch nicht…
  • Firestorm Armada: Meine Mitspieler haben ihre Modelle wieder verkauft…

Soviel zu den geplanten Projekten, aber da ist natürlich wieder viel mehr dazu gekommen:
  • Ein Skorne-Armeedeal mit 35Punkten für Warmaschine/Hordes (fast fertig, bis auf eine Handvoll Modelle, siehe oben)
  • By Fire and Sword – Osmanen: Zur Hälfte bemalt, da kommt immer mal wieder eine Einheit dazu, läuft.
  • Musket and Tomahawks - Franzosen: Derzeit auf dem Maltisch für die Präsentation auf der Tactica, fast fertig.

Und was bringt die Zukunft?

Familienbedingt komme ich nur noch zu einem Spiel in der Woche. Die Infinity-Kampagne hat mir sehr gut gefallen, da man da Missionen gespielt hat, die man normalerweise nicht spielt (wie z.B. unter Zeitdruck von einer explodierenden Raumstation fliehen). Ich möchte mich mehr auf solche kampagnenbasierten Spiele konzentrieren. Durchmaximierte Turnierlisten und aalglatte Standardszenarien, die man aus dem Effeff kennt, schrecken mich inzwischen schon fast ab. Das ist übrigens kein Urteil darüber, falls hier ein Turnierspieler mitliest. Es ist einfach nicht meins. Ich mag es, wenn das Spiel eine Geschichte erzählt. Wenn ich überlegen muss, eine Einheit für ein Ziel zu opfern, weil sie mir im nächsten Spiel nicht mehr, oder nur noch geschwächt, zur Verfügung steht.
  • Das Spiel „Blücher“ wird das erste in dieser Reihe sein. Ich hatte mir schon länger vorgenommen, eine Armee im Maßstab 6mm zu bemalen, den Anfang werden Franzosen und Briten für die Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel (Peninsular War) machen. Momentan warte ich auf eine Lieferung von Baccus. Darragh stellt eine Armee der Spanier auf, die er sich bei „Adler“ auf der Crisis gekauft hat.
  • Relativ spontan ist „Frostgrave“ auf meiner Projektliste aufgetaucht. Man benötigt relativ wenige Figuren, aber ich verspreche mir einige schöne Spiele davon.
  • Darragh hat mich auf der Crisis unbewusst zu „Chain of Command“ überredet. Wir wollen eine Kampagne 1941 in Afrika spielen, ich übernehme das Kommando über einen Zug des DAK.
  • Die Antike steht schon länger auf meinem Wunschzettel und jüngst sind einige neue Regelwerke aufgetaucht, unter anderem „Aurelian“ von Sam Mustafa (der auch Blücher geschrieben hat). Wenn ich mit dem Maßstab 6mm klarkomme, und es weitere Interessenten gibt, möchte ich mir zwei Armeen dafür zulegen.

Weiterhin werden die Osmanen fertig gestellt, damit ich eine komplette Skirmish-Liste aufstellen kann. Leider finde ich das Regelwerk etwas zu sperrig für ab und an mal ein Spiel damit spielen. Aber wenn die anderen Dresdner irgendwann ihre Armeen bemalt haben, können wir vielleicht damit eine kleine Mini-Kampagne aufziehen. :)
Saga wird natürlich weiterhin gespielt, in der Reckenecke wurden weitere Spieler infiziert. Außerdem habe ich mir vorgenommen, ab und an eine Freebooters Mini einzuschieben, damit meine Bruderschaft endlich fertig wird.

Das ist wieder viel Tobak, und wahrscheinlich sollte ich mich auf 2-3 Projekte konzentrieren, nur fällt mir das schwer. Ich gehe einfach ganz optimistisch in das neue Jahr und schaue, was es bringt. Die Hauptsache ist doch, dass man Spaß hat.

Ich wünsche meinen Lesern eine Frohe Weihnacht und ein spannendes Tabletopjahr 2016.

Samstag, 12. Dezember 2015

Britisch - Französisches Fotoshooting für die Tactica

In Vorbereitung der Tactica haben Martin und ich uns heute getroffen, um unsere Figuren zwecks Werbung des Projekts in Szene zu setzen.
Zur Ausleuchtung hatte ich leider nur einen Blitz dabei, nächstes Mal Schraube ich wenigstens einen Weichmacher davor, so sind die Schlagschatten etwas hart ausgefallen.













Mittwoch, 9. Dezember 2015

Musket & Tomahawks - Kanadische Miliz

Die Franzosen erhalten Verstärkung durch 12 Mann der Kanadischen Miliz. Die Modelle stammen von Redoubt, ich hatte sie auf der Crisis erstanden.


Freitag, 27. November 2015

Crisis 2015

Zugegeben, seitdem wir zu viert sind, komme ich mit dem Blog nicht mehr hinterher. Die wenige Freizeit am Abend geht momentan fürs Bemalen der Minis für die Tactica drauf. Seit der Crisis 2015 ist geraume Zeit vergangen, aber trotzdem möchte ich hier noch ein paar Bilder vorstellen, die ich mitgebracht habe.
Vor der Veranstaltung hatte ich mir einen Schlachtplan zurecht gelegt: Unbedingt wollte ich Trapper von Redoubt für mein FIW-Projekt kaufen, bei Baccus sollte es ein Armeedeal für den Peninsular War werden und bei TooFatLaardies (Spieldesigner u.A. von Chain of Command) wollten Darragh und ich ein Demospiel machen.
Schon kurz vor der Crisis musste Peter von Baccus seine Teilnahme krankheitsbedingt absagen. TooFatLaardies waren ebenfalls nicht da, wohl auch kurzfristig krankheitsbedingt.
Mein Kaufbudget wurde schon am Vortag unplanmäßig torpediert. Ein Aussteller hatte seine Dystopian Wars – Palette förmlich rausgeschmissen, da konnte man nicht sein sagen.
Trotzdem war die Messe ein echtes Erlebnis, weil man sonst nicht so viele, vor allem "exotische", Figurenhersteller findet.
Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Mike, der uns für eine Nacht in Erfurt beherbergt und die komplette Strecke von Erfurt und zurück gefahren ist.

Die Bilder sind nur eine kleine Auswahl, es gab viel mehr hübsche Tische und Spiele zu sehen und entdecken.

Der Eingang, die ersten Besucher sollen schon 2h vor Einlass angestanden haben.
D-Day

Liebevoll gestalteter Tisch für Donnybrook


Piraten!

Frostgrave war bei fast jedem Händler zu finden...

Detail der Frostgrave-Platte bei Studio Tomahawk

Dust

Pikenformation

Jawohl, GW war auch da, und hat sein Territorium verteidigt :) 


U-Boot Werft



Mittwoch, 25. November 2015

Musket & Tomahawks - mehr Franzosen

Die Compagnie Franches de la Marine ist um weitere zehn Mann angewachsen. Als nächstes landet die Miliz auf dem Maltisch.



By Fire and Sword – Sipahi

Schon vor ein paar Wochen habe ich drei kleine Einheiten Sipahi für meine Osmanen fertig stellen können. Damit ist nun die Hälfte meiner Skirmish-Armee angemalt.

Die Sipahi waren das Rückrat der Osmanischen Kavallerie. Die Osmanen unterhielten ein feudalistisches System und jeder Grundbesitzer wurde im Kriegsfall einberufen bzw. musste eine der Landgröße entsprechende Zahl an Kriegern schicken.


Montag, 2. November 2015

Musket and Tomahawk - Vive la France

Nächstes Jahr geht es wieder zur Tactica, aber dieses Mal als Präsentator! Im Tabletop Sachsen Forum haben wir uns ein Thema überlegt: Angriff auf Fort Bull.

Als Regelwerk dient "Musket and Tomahawk", von den Machern von Saga. Ein paar erste Kennlernspiele versprechen viel Spaß. Ich habe mich bereit erklärt die Franzosen für das Projekt zu stellen, die vorläufige Armeeliste sieht so aus (ist noch nicht ganz legal, es müssen zehn Marines werden):
French Officer (1x) - 25 Pts. mit Option "Light Troop Officer" - 2 Pts.
Compagnies Franches de la Marine (8x) - 64 Pts.
Indians (6x) - 42 Pts.
Indians (4x) - 28 Pts. mit Option "Indian Allies" - 4 Pts.
Canadian Militia (8x) - 72 Pts.
Courers des Bois (6x) -60 Pts.
 Hier sind die ersten zehn Marines, weitere zehn folgen.
Compagnie Franches de la Marine

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Zuwachs

Heute ist das Thema Nachwuchs.
Lange ist hier nichts passiert, was daran liegt, dass unser Julius vor knapp sechs Wochen zur Welt kam. Nun sind wir zu viert, was natürlich die Hobbyzeit „etwas“ einschränkt.

Worum es heute aber eigentlich geht, ist meine jüngste Anschaffung: Das Regelwerk „Blücher“ samt dem ersten Kampagnenset rund um Waterloo. Bisher hatte ich mit der napoleonischen Epoche nichts am Hut. Blücher soll relativ einfach sein, aber trotzdem genug Tiefgang haben. Befehle erteilt man seinen Truppen aus der Sicht des Generals. Der möchte z.B. ein Corps vorrücken lassen. Um Formationen muss man sich dabei nicht kümmern, das übernimmt quasi der Unteroffizier und das wird von Spiel nicht abgebildet. Wie frisch eine Einheit ist, sagt der „Elan“-Wert der Einheit. Wenn eine Einheit Schaden nimmt, sinkt der Elan-Wert und gleichzeitig die Effektivität, denn der Elan gibt einem gleichzeitig die Anzahl der Angriffs-Würfel an. Jede Einheit hat zwei Bewegungs-Werte: „Einfache Bewegung“ und „Schwierige Bewegung“. Zusätzlich gibt es noch ein paar Spezialfähigkeiten. Das alles ist für jede Einheit auf je einer Karte abgedruckt, mit denen man das Spiel auch ohne Miniaturen spielen kann, und das hat mich letztlich zum Kauf bewogen. Damit kann man ideal das Setting in aller Ausführlichkeit und Komplexität testen, denn in dem Kartensatz zur Waterloo-Kampagne ist jede erdenkliche Einheit des Feldzugs enthalten.
 
Erstes Spiel mit Papiereinheiten: "Along the Danube"
Gestern konnte ich das Spiel zum ersten Mal mit Daragh testen, dazu habe ich das Einführungs-Szenario „Along the Danube“ von der Honour-Website herunter geladen und die Einheiten ausgedruckt. Wir fanden das Spiel sehr unterhaltsam, vor allem durch die Aktivierungs-Mechanik, die sich Sam ausgedacht hat. Am Ende seines Zuges erwürfelt man das Aktivierungslimit für seinen Gegner im Geheimen. Man ist also gezwungen seine Aktionen zu priorisieren, denn jede Aktivierung könnte die letzte sein. Vor allem im fortgeschrittenen Spiel, als der Kampf überall entbrannte, wurde es spannend. Ich stand zum Beispiel vor der Wahl: Lasse ich die Einheiten des ersten Corps sich auf einen Angriff vorbereiten, da Darraghs Einheiten hier meine Flanke bedrohte, oder greife ich mit der Kavallerie sein Zentrum an, wo ich eine Einheit vernichten könnte. Vielleicht kann ich ja beides machen… man steckt also in einem Dilemma.
Das Aktivierungslimit für den Gegner wird im Geheimen erwürfelt

Ein weiterer interessanter Aspekt der durch die Karten möglich wird ist, dass man zu Beginn die Karten verdeckt hinlegt. Der Gegner weiß also nicht, was für eine Einheit sich hinter der Karte verbirgt, erst bei einer Aktivierung der Einheit, oder wenn man nahe genug ist, wird die Einheit aufgedeckt.


Alles in allem hat mich das gestrige Spiel darin bestärkt, mir für die Crisis nächste Woche zwei Napo-Armeen von Baccus im 6mm-Maßstab auf den Einkaufszettel zu setzen.

Donnerstag, 3. September 2015

Der Kalte Krieg wird heiß - ein Überblick



Demnächst wird Flames of War mit dem Erweiterungsband „Team Yankee“ in eine neue (fiktive) Epoche aufbrechen: Was wäre, wenn der Kalte Krieg „heiß“ geworden wäre? Oder etwas griffiger auf Englisch: „Cold War gone hot“.
Die Vorlage zu diesem Titel kommt übrigens vom Autor Harold Coyle, der unter diesem Namen in den 80ern einen Bestseller veröffentlich hat.
Die Ankündigung und die gezeigten hübschen Modelle nahm ich zum Anlass, um mal auf dem Tabletop-Markt zu gucken, was es denn schon heute zum Thema alles gibt, und das ist tatsächlich eine ganze Menge. Das ist tatsächlich so viel, dass ich hier gar nicht alles vorstellen kann. Vom Skirmisher bis zu riesigen Tischen voller Minis, von 3mm bis 28mm, alles ist schon heute vorhanden. Flames of War wird sicher seine Nische finden, tatsächlich finde ich aber einen kleineren Maßstab als 15mm für moderne Gefechte besser geeignet, da man damit die effektive Kampfreichweite und Geschwindigkeit besser darstellen kann. Die meisten Regelwerke, die ich gefunden habe, sind nicht für einen bestimmten Maßstab ausgelegt, so dass man viel ausprobieren kann, auch wenn man sich irgendwann für Modelle entschieden hat.
Sehr beliebt ist der „Micro-Scale“ (1/300; 6mm) und „Pico-Scale“ (1/600; 3mm). In diesem Artikel möchte ich mich auf den Micro-Scale beschränken, der aus meiner derzeitigen (theoretischen) Sicht den besten Kompromiss zwischen Preis, Detailgrad und Tischgröße bietet.

Regelwerke

Cold War Commander


Ist schon lange am Markt, Blitzkrieg Commander ist der Vorgänger, der den 2. WK abdeckt. Wurde kürzlich von Pendraken Miniatures aufgekauft, CWC 2 soll laut Aussage auf der Homepage gegen Ende 2015 erscheinen. Die Community ist im CWC-Forum recht aktiv.
Bei CWC repräsentiert ein Base ein Platoon, es gibt aber auch eine Spielvariante für 1:1. Man hat das Kommando über eine Kompanie bis zur Division, je nach Maßstab und Gusto.
Die Aktivierungsregeln sollen an Warmaster/Epic angelehnt sein.

A Fistful of TOWs 3


Das Spiel gibt es ebenfalls schon lange, die aktuelle Revision ist von 2011. Es legt den Schwerpunkt auf mechanisierte Konfliktführung und wurde für 6mm geschrieben, andere sind aber möglich. Das Werk ist ein ziemlicher Wälzer mit 460 Seiten und nicht ganz preiswert. Mit Spiralbindung kostet das Buch bei Lulu immerhin Netto 47€, das Hardcover ist nochmal 10€ teurer. Dafür erhält man aber nicht nur die Regeln und ein Kampagnen-Baukasten, sondern Daten für so ziemlich alle Waffensysteme, die von 1935 bis heute erschienen sind, sowie so ziemlich alle denkbaren Armeelisten aus dieser Zeit.
Die Regeln sollen schnell gespielt werden können. Die Artillerie etwa wird dazu sehr abstrahiert dargestellt, um nicht in dutzenden Tabellen nachschlagen zu müssen. Eine Runde soll in 15min zu absolvieren sein.

Modern Spearhead


Scheint vor allem auf dem amerikanischen Markt vertreten zu sein und die Regeln sind hier nicht ohne weiteres verfügbar, zumindest habe ich sie nicht gefunden. Daher keine nähere Betrachtung.

Force on Force


FoF ist ein szenarienbasiertes Spielsystem, für das es mit „Cold War Gone Hot“ auch einen Erweiterungsband für den 3. WK gibt.
Der Fokus liegt bei diesem System auf Platoon- bis maximal Kompanieebene und es ist eher für infanteristisch ausgetragene Gefechte ausgelegt. Der Herausgeber ist Osprey, entsprechend gut ist die Aufmachung. Zu jedem beschriebenen Gefecht wird die Geschichte und der tatsächliche Ablauf geliefert, so dass man sehr nah am Geschehen ist.
Der empfohlene Maßstab ist 15mm – 28mm.

Micro Melee: Modern Warfare


Relativ unbekanntes System, das ebenfalls eher zu den “Skirmishern” zählt. Man trägt Gefechte auf Kompanieebene aus Sicht eines Platoons aus. Die kleinste Einheit sind Squads. Das Spiel wurde für einen Maßstab von 6-15mm ausgelegt.
Die moderne Variante (das ursprüngliche Spiel bedient den 2. WK) enthält Regeln für Panzer, Hubschrauber, Close Air Support, ATGMs usw.
Der Autor Ben Lacy publiziert Szenarienhefte, für den 3. WK gibt es allerdings noch nichts.
Die Regeln sind bei Lulu für 10€ (PDF) bzw. 19€ (Print) erhältlich.

Figurenhersteller

GHQ


Der Hersteller macht 6mm Figuren seit den 1960ern…
Die Qualität ist top, die Auswahl riesig. Im Bereich 2. WK und modern gibt es kaum Lücken.
Für 5 Panzer bezahlt man etwa 10€

CinC


Die Qualität soll nicht viel schlechter sein als GHQ. Die Infanterie ist filigraner (und empfindlicher). Die Range ist nicht ganz so groß und die Verfügbarkeit (in Deutschland) generell etwas schlechter.
4 Panzer kosten 6€.

Heroic & Ros


Die Qualität soll in den letzten Jahren besser geworden sein. Die Range ist mittlerweile sehr groß.
Interessant wird es beim Preis. Ein Panzer kostet 50-65 Pence, also deutlich unter 1€.


Weiterführende, interessante Links zum Thema

(ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit)

http://www.army-guide.com/
http://coldwardecoded.blogspot.de/
http://www.ghqmodels.com/pages/military/country_histories.asp


Donnerstag, 13. August 2015

Zuwachs für die Combined Army; erster gemeinsamer Malabend

Zuletzt habe ich ein paar weitere Modelle für die Combined Army fertig gestellt.
Außerdem haben wir uns zu unseren ersten gemeinsamen Malabend bei David getroffen. Es wurde geklönt, gefachsimpelt und dabei im Laufe des Abends ein weiteres Modell fertig.

Preta #1

Preta #2

Daturazi #2
Am Malabend habe ich Ko-Dali angemalt. Leider ist das Bild etwas unscharf geworden. Hauptaugenmerk habe ich auf die schwarze Rüstung gelegt, die ich zuerst in einem grau angemalt habe, und anschließend schattiert und aufgehellt, um Romans Technik zu üben.
Ich hätte locker nochmal die gleiche Zeit in die Mini stecken können, aber irgendwann möchte ich mit der Armee fertig werden, daher lasse ich sie so, wie sie ist...
Ko-Dali


Freitag, 24. Juli 2015

By Fire and Sword - die Türken kommen

Ein "Herzensprojekt" dieses Jahres habe ich nun endlich begonnen. Schon vor mehr als einem Jahr hatte ich mir zwei Truppen-Boxen der Osmanen aus zweiter Hand gekauft, eigentlich wollte ich mir die nur in die Vitrine stellen. Nun hat das System aber einen ordentlichen Schub bekommen und es gibt einige Spieler in Dresden, die sich eine Skirmish-Armee anschaffen wollen. Auf der Taktika hat das Demospiel sehr viel Spaß gemacht, also hatte ich mir dort gleich die Skirmish-Box gekauft.
Die Osmanen habe ich hauptsächlich wegen der Optik gewählt, aber auch deren Taktik weiß mir zu gefallen. Die Türken verließen sich auf ihre Reiterei, die wilde Angriffe gegen den Feind ritt. Pistolen oder Arkebusen waren verpöhnt, die Reiter führten lieber Pfeil und Bogen mit sich.
Den Anfang machen zwei Regimenter "Gönüllü" (die man auch als "Besli" ohne Speere spielen kann), leichte Reiterei die kundschaftet, oder in größeren Gefechten die schwerer gepanzerte Kavallerie unterstützt.


Warmachine: Die kleine Battlegroup zwischendurch

In meinem vorherigen Post hatte ich das Männer-Wochenende erwähnt, an dem vier Einsteiger in dieses System sich in einen alten Bauernhof zurück gezogen haben, und gespielt haben, bis zum Umfallen. Dies ist quasi wörtlich zu nehmen, da es sich um das heißeste Wochenende des Sommers handelte, mit fast 40°C im Schatten...
Jedenfalls war ich kurz vor dem Wochende in der Reckenecke und hielt die Battlegroup der Convergence of Cyriss in Händen und hatte den spontanen Einfall, die auch noch schnell anzumalen, damit ich für kleine Starterboxen-Spiele mit ca. 10 Punkten gerüstet bin. Gesagt getan, zuhause den Airbrush ausgepackt und zwei Malabende später waren sie auch schon fertig:
Battlegroup - Convergence of Cyriss

Hordes: Skorne - der Einstieg

Anfang des Jahres überraschten mich meine alten Berliner Freunde, mit denen ich vor 20 Jahren in das Hobby über Warhammer eingestiegen bin, und seitdem nichts anderes gespielt haben, mit dem Vorhaben nun mit Warmachine/Hordes anzufangen, weil die Pläne für Warhammer ja gruselig seihen, und man die Modelle nun nicht mehr sehen könne. Nun gut, konsequent sind die Jungs in ihren Entscheidungen, das hieß, wenn ich mit ihnen noch einmal Tabletop spielen möchte, muss ich mir wohl auch eine Truppe zulegen. Ich bin in dieser Hinsicht ja sehr unkompliziert. Da zudem dieses Jahr für alle Armeen gut zusammen gestellte "All-in-one" Armeeboxen erscheinen, habe ich mir eine für die Skorne gesichert, da mir die Modelle mit am besten gefielen. Vor wenigen Wochen hatten wir uns dann zu einem Männer-Spiele-Wochenende auf einem alten Bauernhof getroffen, das Ziel waren Spiele mit ca. 15-20 Punkten, bemalt müssen die Modelle sein.
Leider gibt es von dem Wochenende keine Bilder, da ich mein Handy zuhause vergaß.
Supreme Archdomina Makeda  
Cataphract Incindiarii
Praetorian Swordsmen
Titan Gladiator
Molik Karn

Montag, 15. Juni 2015

FoW: D-Day + 10h


Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein FoW-Spiel gemacht. Darragh aus unserer Spielergruppe hat vo längerer Zeit ein Szenario aus „I Ain’t Been Shot Mum!“ für FoW konvertiert.


Das Setting ist D-Day + 10h, die Briten, hier das „Green Howards Infantry Regiment“ mit Unterstützung der „Royal Dragoon Guards“, müssen die Reste der Deutschen Verteidigungslinie (Abteilung 352, unterstützt durch StuGs der 325. Panzerjäger Abteilung) hinter den Stränden der Normandie durchbrechen. Die Briten gewinnen, wenn sie es innerhalb von 12 Runden schaffen, mit einem Platoon über halber Sollstärke die hintere Tischkante der deutschen Aufstellungszone zu erreichen. Ansonsten gewinnen die Deutschen.

Die Streitkräfte

Green Howards Regiment
( British, attackers)

1 Company command section CiC (panzerfaust) and 2iC
1st Platoon full strength
2nd Platoon full strength minus PIAT
3rd Platoon full strength minus PIAT

Support platoons
1st and 2nd troops Royal Dragoon Guards. Each with two Sherman M4 and one Sherman firefly (with the first day special rule).
352 Fusilier Abteilung
(German, Defenders)

1 Company command section CiC (panzerfaust) and 2iC (Panzerknacker, with brittle special rule)
1st Platoon with panzerknacker command team and three sections (with brittle special rule)
2nd Platoon with panzerfaust command team and two sections (with brittle special rule).
4th Platoon (HMG platoon) with one section (with brittle special rule).

Support platoons
1st platoon 325 Panzerjaeger Abteilung with three stug (with too few special rule)


Sonderregeln


Too Few:

German Armour was few and far between for Day one of D-day. As a result it was never available in the numbers required. The Stugs can operate as independent warrior teams and have the Ambush special rule.

Brittle:

The German infantry is all that is left of 352 Fusilier battalion as a result all infantry platoons are reluctant instead of confident. The company still counts as confident.

First Day:

British armour is rated confident rather than reluctant for the first day of D day. The bocage torment is still ahead of them.
 
 

Spielbericht

 
Darragh stellte ein Platoon langgezogen auf meiner linke Flanke, und das zweite Platoon weiter hinten auf die rechte Seite.
Der Spieltisch, die Briten gehen unten in Stellung
Meinen Hauptangriff plante ich auf der linken Seite, da ich mir dort mehr Deckung versprach, weshalb ich zwei Infanterieplatoons und ein Sherman-Platoon dort platzierte. Das andere Sherman-Platoon stellt ich mittig auf, um das Zentrum bzw. die Flanke der vorrückenden Einheiten zu decken. Das dritte Infanterie-Platoon rückte rechts vor, um dort Kräfte zu binden bzw. den Bewegungsspielraum der Deutschen einzuschränken.

Die ersten 2-3 Züge bewegte sich alles vor, die Deutschen warteten ab, die Stugs lagen auf der Lauer. Das linke Sherman-Platoon sollte den Angriff anführen, die beiden Shermans durchquerten erfolgreich die Bocage, die Firefly blieb hinten stehen und sicherte ab. Ein paar Infanterie-Bases bewegten sich in Schussreichweite des schweren MGs, welches aber weiter schwieg. Dafür tauchten nun alle drei Stugs auf der linken Seite hinter der Bocage zwischen der Deutschen Infanterie auf und hinterließen zwei brennende Shermans, zwei StuGs zogen sich gleich wieder per Stormtrooper zurück, aber einem Panzer gelang dies nicht. Mit gutem Zureden des CiC blieb die Firefly in Position und zerlegte die Stug fachgerecht in Einzelteile.
Shermans sichern den Vorstoß
Die Infanterie rückte weiter auf die gegnerische Stellung zu. Das rechte Sherman-Platoon rückt etwas weiter vor um die linke Flanke zu bedrohen. Die beiden StuGs wechseln die Stellung, um auf die Shermans zu reagieren. Durch die Bocage kann man immer nur auf einen Bruchteil des Tisches wirken, das macht das Stellungsspiel der Panzer sehr interessant.

Im weiteren Verlauf wird der deutsche Zug auf der linken Seite langsam aufgerieben (dank ein paar tollen Rettungswürfen und vor allem ein paar sechsen beim Firepower-Wurf :D ).

Die StuGs schaffen es, den Kommandanten des zweiten Sherman-Platoons auszuschalten, weshalb diese für zwei Runden stationär bleiben müssen, bis der CiC angerannt kommt. Hier kommen wir zu einer der kuriosesten und lustigsten Situationen, die ich seit langem hatte: Firefly auf der linken Seite hat eine StuG in kurzer Reichweite, aber in Deckung. Zwei Fehlschüsse. Die StuG auf der anderen Seite rettet einen Sherman-Treffer (Firefly Nr. hat mit 1 Schuss verfehlt). Beide StuGs schießen zurück. Die StuG auf der rechten Seite ist ein Zug vorher soweit vorgefahren, dass es keine Deckung für den Sherman gibt. Zwei Treffer: beide mit einer sechs gerettet. Der StuG-Kommandant stormtroopert schnell hinter Bocage, um wenigstens vor der Firefly sicher zu sein. Linke Seite, ein Treffer auf die andere Firefly: mit Ansage auf die sechs gerettet.
Die Briten stürmen die Reste der deutschen Stellung
Die Panzer haben sich jetzt seit zwei Runden massiv beschossen, ohne dass etwas passiert ist. Hat mich irgendwie an die aktuelle G36-Diskussion erinnert, das trifft ja auch nix. Wie auch immer, diese Schussphase haben die deutschen Panzer nicht mehr überlebt, da waren die Argumente der 17pdr doch stärker. Leider haben die zwei verbliebenen Runden nicht mehr ganz ausgereicht, um mich mit dem fast intakten Sherman-Platoon über die Kante zu retten (es haben 2-3 Zentimeter gefehlt).

Das Spiel hat beiden beteiligten sehr viel Spaß gemacht, und hat sehr schön bewiesen, dass man FoW nicht nur mit 0815 Missionen aus dem RB spielen kann, und das nur mit 3-4 Einheiten pro Seite. Bocage ist schon eine Hausnummer, ich kann verstehen, wie schwierig es damals gewesen sein muss, sich da zügig durchzuarbeiten. Beim nochmaligen durchspielen, sollte man die Tischlänge evtl. etwas verkürzen.

MV Jarheads Einsteigerworkshop in Berlin

Ich habe beim Anmalen der Figuren schon immer versucht, mich technisch (im Rahmen meiner Zeit und Möglichkeiten) zu verbessern, habe diverse Techniken ausprobiert, Bücher gelesen, DVDs und Youtube-Videos geguckt, aber noch nie einen Workshop besucht. Das sollte sich am vergangenen Wochenende ändern. Roman aka Jarhead von Massive Voodoo hat den 49. „Einsteigerworkshop“ in meiner alten Heimat gehalten, Berlin Spandau. Dann auch noch in einer saucoolen Location, der Zitadelle, einer alten Festung, deren Geschichte bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht.
Zitadelle Spandau
Roman schneidet an dem Wochenende extrem viele Themen an, so dass einem schnell der Kopf schwirrt. Nach ca. 30h Konzentration von Freitag- bis Sonntagabend war ich richtig platt und bin auch heute, einen Tag danach, noch immer „geflasht“ von den ganzen Eindrücken.
Das Tonnengewölbe
Zwischen vielen Präsentationen haben wir damit begonnen unsere Dämonetten, die jeder, der den Kurs zum ersten Mal besucht, anmalen muss, vorzubereiten.
Dämonette, zusammengebaut
Es folgt der Bau der Base
Am Ende des ersten Tages
Am Samstag geht es weiter mit den letzten vorbereitenden Schritten, bevor es an das Grundieren und Bemalen geht.
 
Samstag wurden noch weitere Details hinzugefügt
Es ist 18 Uhr, das Base ist nun weitestgehend fertig.
Fertige Base
Kurz vor Mitternacht hat die Dämonette ihre Grundfarbe und Schatten, alle Teilnehmer sind platt, denn der letzte Arbeitsschritt erforderte Geduld und Nerven. Zu diesem Zeitpunkt hat man aber schon 10h Workshop in den Knochen…
 
Grundfarbe und Schatten
Sonntagmorgen geht es weiter mit den Lichtern, hier habe ich aber kein Zwischenbild mehr gemacht, weil ich Sonntag noch zwischendrin, Haare, Krallen und sonstiges bemalt habe.
 
Es folgen kurze Malsessions für Gesicht, Hautdetails, Leder und Rüstung. Am Ende kommen Figur und Base zusammen, es folgen letzte Arbeiten mit Effekten, in meinem Fall habe ich nur Pigmente für meine Wüste benutzt. Roman zeigte uns aber auch wie man Blut, Rost, Schnee, Eis, Wasser usw. darstellen kann.
(Fast) alle fertigen Arbeiten
Meine Dämonette am Ende des Workshops
Die Familie war gegen Mitternacht wieder daheim in Dresden. Es bleibt zu resümieren: Der Workshop war toll und hat sich für mich mehr als gelohnt. Die Location war super und wir wurden wahrlich königlich bewirtet. 
Ich habe endlich gesehen, wie man nass-in-nass malt und wie Layering funktioniert (und wie lange es dauert, einen sauberen Übergang zu malen), konnte fühlen, wie die Farbkonsistenz sein soll. Mit „milchig“ konnte ich noch nie was anfangen. Der Bau der Präsentationsbase war komplett neu für mich und eine tolle Erfahrung, weil man hier seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Roman meinte, man kann dabei nichts falsch machen, und er hatte recht. Ein weiteres Motto: „Alles passiert aus einem Grund“, ließ einen entspannt über so manchen "Fehler" hinwegsehen. Roman hatte immer den richtigen Tipp parat, wenn man eine Frage hatte, und hat gekonnt über die anderen Baustellen hinweg gesehen. Sowas kann man eben nicht per Video oder Buch leisten.
Ich werde nie ein Wettbewerbsmaler, aber bei meinen nächsten Infinity-und Freebooter-Minis werde ich versuchen, das ein oder andere gelernte weiter zu üben. Ich habe da auch schon die eine oder andere Idee für ein kleines Minidiorama…
Also nochmal an dieser Stelle: Danke an Roman für Deinen tollen Workshop und ebenfalls einen Dank an die anderen Kursteilnehmer für die nette und lockere Atmosphäre.