Donnerstag, 7. Juni 2018

Shadespire - Die Grabwache

Seit Wochen gutes Wetter, es herrscht absolute Malflaute. Die Füsiliere meiner Preußen stehen halbfertig auf ihren Haltearmaturen und gucken mich traurig an.
Doch plötzlich tat sich etwas im Club: ein Spiel, welches ich bisher nicht auf dem Schirm hatte, zog mich unerwartet in seinen Bann. Wie im Titel bereits gelesen, handelt es sich um Shadespire, einer Mischung aus Brettspiel und Tabletop. Man benötigt lediglich eine handvoll Figuren, und hier hat Games Workshop wirklich eine tolle Arbeit gemacht. Die Figuren müssen lediglich zusammengesteckt werden, die Passstellen sind dabei so clever gewählt, dass man diese kaum wahrnimmt. Gussgrate sind quasi nicht vorhanden, damit ist so eine Figur in 5 Minuten zusammengebaut.
Die Grabwache

Bittsteller

Bittsteller

Bittsteller

Der Champion

Der Grabwächter

Staubprinz

Schnitter

Zur Bemalung:
Ich habe die Figuren schwarz grundiert und ihnen dann ein zenitales Licht verpasst.
Die Knochen habe ich mit English Uniform grundiert, dann mit Iraqui Sand und Pale Sand gebürstet. Wo nötig, habe ich die Farbe mit einem normalen Pinsel aufgetragen (Schädel und Schulterblätter z.B.). Danach habe ich einige Lichter mit Ivory gesetzt.
Die Kleidung ist mit Royal Purple grundiert, dieses habe ich nass-in-nass mit Warlord Purple akzentuiert.
Die Metallteile sind mit Oily Steel grundiert und mit Army painter Dark Tone gewasht. Darauf habe ich Medium Rust von Modelmates aufgetragen. Als dies trocken war, habe ich es mit einem feuchten Wattestäbchen an den Kanten wieder weggerubbelt und bzw. verteilt.
Lederteile wurden mit Earth bemalt, mit Bonewhite akzentuiert und mit Army Painter Strong Tone gewasht.
Die Fellmäntel wurden Dark Grey bemalt, mit light Grey und Ivory gebürstet.
Die Schilde malte ich mit einem dunklen Blau und malte einen Verlauf nach oben zu einem helleren blau (nass in nass). Die genauen Farben weiß ich nicht mehr...
Die Bases erhielten meinen Standard-Farbton: Charred Brown, gebürstet mit Earth und Bonewhite.
Überall wo ich es für nötig befand, wurden mit Army Painter Strong und Dark Tone noch ein paar Schatten vertieft.

Dienstag, 10. April 2018

Sharp Practice 2 - Aller Anfang ist schwer

Zur Motivation haben wir uns zu einem ersten Spiel getroffen, um einfach mal ein paar Figuren auf den Tisch zu stellen und uns mit den Regeln zu beschäftigen.

Die Truppen marschieren auf
Gespielt wurde das erste Szenario aus dem Regelbuch, also die klassische "Feldschlacht".
Ronald und Erik spielten ihre Franzosen und zogen gegen Michas Briten und meine Preußen zu Feld.

unten links die Briten und Preußen, oben rechts die Franzosen
Die Preußen formieren sich zu einer Linie
Wir haben noch einige Fehler gemacht, aber ich denke der prinzipielle Spielablauf ist klar geworden. Wer noch nie ein Spiel von den TooFatLardies gespielt hat, muss wissen, dass diese Regeln darauf abzielen, das Chaos der Schlacht einzubeziehen. Der Anführer befiehlt z.B. seinem Trupp freies Feuer und möchte nächste Runde einen Angriff befehlen. Es kann nun passieren, dass die Jungs so motiviert sind, ihren Feind mit Kugel zu spicken, dass sie damit gar nicht mehr aufhören. Wie weit ein Trupp sich bewegt wird grundsätzlich ausgewürfelt, und wenn der Angriff dann doch ausgeführt wird, kann es sein, dass der Gegner nur darauf gewartet hat, und mit einer Salve darauf antwortet. Immer wieder passieren zufällige Ereignisse. Bei einem Trupp Plänkler wurde plötzlich die Munition knapp und sie durften dann nur noch Feinde auf kurze Distanz beschießen. Man hat also bei SP2 nie 100% Kontrolle, es kann immer irgend etwas passieren, dass einem den Plan zunichte macht. Genau das macht aber auch den Reiz dieses Spieles aus, denn das schafft eine Atmosphäre (wenn man gewillt ist, sich darauf einzulassen), die ich bei anderen Spielen selten so erlebt habe.

Auf jeden Fall wurde das Ziel erreicht und der nächste Spielbericht wird hoffentlich (noch) bunter :)

Mittwoch, 4. April 2018

2. Bataillon des 10. Infanterieregiments

Leider bin ich etwas im Verzug (ich wollte bis Ende März fertig werden), aber nun ist es vollbracht: Das 2. Bataillon des 1. Schlesischen Infanterieregiments.

Das zweite Bataillon des 1. Schlesischen Infanterieregiments
Es handelt sich wieder im die Perry-Plastik-Minis, auch die Bemalung und die Fahne sind mit dem 1. Bataillon identisch. Als nächstes werde ich das Regiment mit dem dritten (Füsilier-) Bataillon komplettieren.

Dienstag, 20. Februar 2018

Schlesisches Schützenbataillon

Die Rekrutierungen schreiten weiter gut voran. Ich konnte jetzt das Schlesische Schützenbataillon fertig stellen (bis auf das Gras, da kaufe ich mir was Schickes auf der Tactica am Wochenende).

Die Modelle stammen alle von Calpe und ich bin begeistert. Kaum Gußgrate und ich musste bei einem Modell nur ein Gewehr ankleben, alle anderen sind an einem Stück gegossen. Die Vielfalt der Posen ist natürlich für so eine plänkelnde Einheit toll.

Ich habe mich dafür entschieden, die Minis auf 40x20mm bzw. 20x20mm zu basieren. Haupteinsatzzweck für die Kollegen ist erstmal Sharp Practice 2, da ist es praktisch den Anführer separat zu haben.

Die grüne Uniform vielleicht etwas zu knallig, andererseits wirkt das Bild für mich trotzdem stimmig und man kann erkenne, dass es sich um Schützen handelt, denke ich.

Ferig, bis auf das Gras

Mittwoch, 31. Januar 2018

1. Bataillon des 10. Infanterieregiments

Den Anfang meiner neuen Sammlung macht das 1. Bataillon des 10. Infanterieregiments (1. Schlesische).

Die Figuren sind aus der Plastikbox von den Perrys. Wie im Einleitungstext erwähnt, besteht ein Bataillon aus 24 Figuren. Diese habe ich alle gleichzeitig angemalt. Das nennt sich dann „meditatives“ Malen :)

Meine verwendeten Farben (alle von Vallejo):


  • Grundierung: Codex White von GW
  • Base: Charred Brown
  • Kolett/Patten: Prussia Blue
  • Hose/Mantel: Light Grey
  • Haut: Flat Flesh
  • Stiefel/Tschako/Patronentasche/Säbelgriff: German Grey
  • Regendeckel/Säbelscheide: Mahagony Brown
  • Muskete: Beige Brown / Gun Metal
  • Riemen für Muskete: Heavy Red
  • Topf/Gurtzeug/Schulterklappen/Fahnenstange: Ivory
  • Kragen/Aufschläge: Deep Yellow
  • Brotbeutel: Stone Grey
  • Knöpfe/Ringe der Musketen/Verzierungen: Glorious Gold

Zum Schluss: Dark Tone von Army Painter, mit dem Pinsel aufgetragen

Die ersten Farben sind aufgetragen

Nach dem "Dippen" per Pinsel
Nach der Behandlung mit Army Painter (Dark Tone) glänzen die Minis noch sehr. Die nächsten Bearbeitungsschritte sind das Behandeln mit Mattlack (ich nehme den von Vallejo, entweder direkt mit dem Pinsel oder per Airbrush aufgebracht) und letztlich das Basieren.

Flaggen habe ich bei GMB Designs bestellt. Von der Qualität bin ich echt begeistert. Um die Flagge "vom Winde zu verwehen", habe ich zwischen das Papier eine Schicht Aluminium-Folie geklebt, und bilde mir ein, dadurch behält die Flagge ihre Form besser.

Die Bases habe ich einfach zunächst mit grobem, dann mit feinerem Sand beklebt. Nach dem Trocknen fixiere ich den Sand nochmals mit stark verdünntem Leim, das ergibt eine prima Oberfläche fürs Trockenbürsten.
Meine Standardfarben für Bases sind: "Charred Brown", Trockenbürsten mit "Earth" und "Bonewhite".
Fertig, bis auf das Gras

Montag, 22. Januar 2018

Das Jahresprojekt: 28mm Preußen für die Befreiungskriege

Nun ist das neue Jahr schon wieder drei Wochen alt, Zeit für ein Update. In einem Anflug von Wahnsinn haben wir uns im Club zu viert entschieden die Königsdisziplin im Tabletop anzugehen: Napoleonische Kriege in 28mm.
Der geneigte Leser fragt jetzt zurecht „Häh, aber Du hast doch schon Franzosen in 6mm, was ist denn da schief gelaufen?“. Ach so! Ja, das stimmt, aber wie kann man eine fixe Idee rational erklären? Beim Durchblättern eines TT-Magazins bin ich über einen Spielbericht gestolpert und es hat mich einfach gefesselt. Das Killer-Argument bisher war bis jetzt immer der verfügbare Platz. 28m Napo auf einem 120x180cm Tisch sieht kacke aus. Aber durch den Clubraum könnten wir jetzt theoretisch locker 8 Platten zusammen legen, das Problem ist also gelöst. Letztes Jahr habe ich mich von meinen Warhammer Söldnern und Space-Orks getrennt, was einiges an Geld in die Hobby-Kasse gespült hat. Der Weg war somit frei.

Damit wir im Club eine einheitliche Linie fahren, haben wir uns auf die Befreiungskriege geeinigt, also 1813-1815. Ich habe mich für die Preußen entschieden. Nach einiger Recherche hatte ich bereits im letzten Jahr einiges von Calpe und den Perrys bestellt. Meine Brigade wird später aus 10 Infanterie-Bataillonen, 2-3 Kavallerie-Schwadronen und 2 Kanonen bestehen.
Wir wollen aber erstmal klein anfangen, Sharp Practice bietet sich da an, dem wollte ich ohnehin mehr Zeit widmen.
Hierfür braucht es für den Grundstock „lediglich“ ca. 50 Figuren.

Als allererstes Habe ich mir eine Halterung gebaut, da ich die Minis, entgegen meiner üblichen Praxis, bemalen möchte, bevor ich sie auf ein Multibase stelle (wir basieren vier Figuren auf 40x40mm).
Mein Ziel ist es, bis ca. Ende Januar das erste Bataillon (es soll das 1. Schlesische werden) fertig zu haben. Langsam beginne ich zu begreifen, was ich mir da vorgenommen habe…
Mein selbstgebauter Bataillonshalter


Montag, 6. November 2017

Für Spartaaaa! Bemalung einer Vitrinen-Mini

Im TTS Forum wurde ein Malwettbewerb ausgerufen, und da ich die letzten Monate meine Figuren immer im Eilverfahren bemalt habe (wobei ich meine aktuelle Armee, 28mm Soviets für den 2.WK, noch nicht einmal hier gezeigt habe), kam mir diese Abwechslung sehr gelegen.
In den Tiefen meines Zinnberges habe ich eine Figur gefunden, die ich vor einiger Zeit gekauft hatte, um meine verkümmerten Malmuskel zu trainieren. Einen passenden Sockel hatte ich zur gleichen Zeit gekauft. Mit der Base wollte ich nicht zu viel Aufwand treiben, aber schon ein wenig experimentieren, also habe ich einen alten Korkuntersetzer geschlachtet, mir etwas Milliput, Sekundenkleber und ein paar Steinchen geschnappt, und los ging es.
Fertig zusammen gebaut
Die Figur grundierte ich, wie ich es gelernt habe, zunächst schwarz und nebelte dann mit weiß von oben und habe dann noch ein zenitales Licht gesetzt (also ein paar kurze Spühstöße in einem Winkel von 90° von oben), damit bekommt man einen schönen Eindruck, wie Licht und Schatten später zu setzen sind.
Als Grundfarbe fürs Base habe ich mich für ein Ocker entschieden, das ich etwas ins grünliche zog, als Kontrast für den Spartaner, der hauptsächlich in warmen Farben daher kommen wird.
Diese Farbe habe ich dann mit Vallejo Off White aufgehellt, bzw. mit German Grey abgedunkelt und alle drei Schattierungen dann munter nass-in-nass aufs Base gezaubert.
Grundiert und Base bemalt
Meine damalige Intention zum Kauf der Figur war es, mich etwas mehr mit der Bemalung von Haut auseinander zu setzen. Also habe mir einen Hautton selbst gemischt (in meinem Fall: ganz viel weiß, Ocker, etwas rot und blau).
Diese Farbe habe ich dann mit Vallejo „Smoke“ stufenweise abgedunkelt und angefangen, die Muskulatur herauszuarbeiten.
Mit einem einfachen Rotton von Vallejo habe ich dem Umhang der Figur schonmal etwas Farbe gegeben und dabei wieder einmal diese Farbe verflucht, weil rot einfach so schlecht deckend ist.
Haut skizziert und Umhang Grundfarbe

Ein paar weitere Grundfarben aufgebracht, weiter am Mantel gearbeitet.

Mantel abschattiert

Für den Ledergürtel habe ich einen Verlauf von Hell- zu Dunkelbraun gemalt, mit Bonewhite ein paar Kratzer gemalt, und das ganze braun getuscht.
Der Rest waren noch viele Kleinigkeiten, wenn am Abend etwas Zeit war, habe ich einfach drauflos gemalt, weshalb das auch nicht mehr so gut zu dokumentieren ist.
Zuguter letzt habe ich noch ein paar Pigmente aufs Base geschmissen, und hier ist nun das fertige Ergebnis: