Montag, 15. Juni 2015

MV Jarheads Einsteigerworkshop in Berlin

Ich habe beim Anmalen der Figuren schon immer versucht, mich technisch (im Rahmen meiner Zeit und Möglichkeiten) zu verbessern, habe diverse Techniken ausprobiert, Bücher gelesen, DVDs und Youtube-Videos geguckt, aber noch nie einen Workshop besucht. Das sollte sich am vergangenen Wochenende ändern. Roman aka Jarhead von Massive Voodoo hat den 49. „Einsteigerworkshop“ in meiner alten Heimat gehalten, Berlin Spandau. Dann auch noch in einer saucoolen Location, der Zitadelle, einer alten Festung, deren Geschichte bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht.
Zitadelle Spandau
Roman schneidet an dem Wochenende extrem viele Themen an, so dass einem schnell der Kopf schwirrt. Nach ca. 30h Konzentration von Freitag- bis Sonntagabend war ich richtig platt und bin auch heute, einen Tag danach, noch immer „geflasht“ von den ganzen Eindrücken.
Das Tonnengewölbe
Zwischen vielen Präsentationen haben wir damit begonnen unsere Dämonetten, die jeder, der den Kurs zum ersten Mal besucht, anmalen muss, vorzubereiten.
Dämonette, zusammengebaut
Es folgt der Bau der Base
Am Ende des ersten Tages
Am Samstag geht es weiter mit den letzten vorbereitenden Schritten, bevor es an das Grundieren und Bemalen geht.
 
Samstag wurden noch weitere Details hinzugefügt
Es ist 18 Uhr, das Base ist nun weitestgehend fertig.
Fertige Base
Kurz vor Mitternacht hat die Dämonette ihre Grundfarbe und Schatten, alle Teilnehmer sind platt, denn der letzte Arbeitsschritt erforderte Geduld und Nerven. Zu diesem Zeitpunkt hat man aber schon 10h Workshop in den Knochen…
 
Grundfarbe und Schatten
Sonntagmorgen geht es weiter mit den Lichtern, hier habe ich aber kein Zwischenbild mehr gemacht, weil ich Sonntag noch zwischendrin, Haare, Krallen und sonstiges bemalt habe.
 
Es folgen kurze Malsessions für Gesicht, Hautdetails, Leder und Rüstung. Am Ende kommen Figur und Base zusammen, es folgen letzte Arbeiten mit Effekten, in meinem Fall habe ich nur Pigmente für meine Wüste benutzt. Roman zeigte uns aber auch wie man Blut, Rost, Schnee, Eis, Wasser usw. darstellen kann.
(Fast) alle fertigen Arbeiten
Meine Dämonette am Ende des Workshops
Die Familie war gegen Mitternacht wieder daheim in Dresden. Es bleibt zu resümieren: Der Workshop war toll und hat sich für mich mehr als gelohnt. Die Location war super und wir wurden wahrlich königlich bewirtet. 
Ich habe endlich gesehen, wie man nass-in-nass malt und wie Layering funktioniert (und wie lange es dauert, einen sauberen Übergang zu malen), konnte fühlen, wie die Farbkonsistenz sein soll. Mit „milchig“ konnte ich noch nie was anfangen. Der Bau der Präsentationsbase war komplett neu für mich und eine tolle Erfahrung, weil man hier seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Roman meinte, man kann dabei nichts falsch machen, und er hatte recht. Ein weiteres Motto: „Alles passiert aus einem Grund“, ließ einen entspannt über so manchen "Fehler" hinwegsehen. Roman hatte immer den richtigen Tipp parat, wenn man eine Frage hatte, und hat gekonnt über die anderen Baustellen hinweg gesehen. Sowas kann man eben nicht per Video oder Buch leisten.
Ich werde nie ein Wettbewerbsmaler, aber bei meinen nächsten Infinity-und Freebooter-Minis werde ich versuchen, das ein oder andere gelernte weiter zu üben. Ich habe da auch schon die eine oder andere Idee für ein kleines Minidiorama…
Also nochmal an dieser Stelle: Danke an Roman für Deinen tollen Workshop und ebenfalls einen Dank an die anderen Kursteilnehmer für die nette und lockere Atmosphäre.

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