Freitag, 6. März 2015

Spielvorstellung: Skirmish Sangin

Kürzlich bin ich mal wieder über ein mir bis dato unbekanntes System gestolpert, das mir sofort ins Auge gesprungen ist: Skirmish Sangin


Vor einiger Zeit schon habe ich Pläne geschmiedet, eine Truppe des US Marine Corps für einen Einsatz in Afghanistan auszuheben. Als Regelwerk war Force on Force angedacht, das auf Platoon-Level angesiedelt ist, und dessen Quellenbände sich mit verschiedensten modernen Konflikten nach dem 2. WK beschäftigen. Doch wie es manchmal so ist, wurde das Projekt immer weiter nach hinten geschoben, weil immer etwas anderes dazwischen kam, obwohl die Figuren eigentlich schon vorhanden sind. Da kommt nun Skirmish Sangin ins Spiel, das sich ebenfalls mit dem Krieg in Afghanistan befasst, allerdings als „Skirmisher“, wie schon der Name verrät. Es werden somit nur wenige Figuren benötigt, auf Seiten der ISAF-Kräfte vielleicht ein Dutzend. Das Regelbuch ist 172 Seiten stark, enthält viele farbige Fotos und TT-Szenen und ist gebunden, bzw. als PDF erhältlich. Zum Zeitpunkt dieser Vorstellung ist grade die zweite Erweiterung erschienen, die ich mir aber noch nicht näher angeschaut habe.

Jeder Soldat erhält einen Namen und seine Fähigkeiten sind einem gewissen Zufall überlassen. Das bringt eine gewisse RP-Komponente in das Spiel, die einen in das Spiel tiefer eintauchen lässt. Die Regeln sind entsprechend aufgebaut, man agiert aus Sicht des Soldaten. Als Spieler sieht man zwar den Gegner hinter der Häuserecke lauern, aber sieht der Soldat ihn auch? Dieser muss den Gegner erst entdecken, bevor er darauf schießen kann. Das kostet Aktionspunkte, die man sich sorgfältig einteilen muss, denn pro Phase hat man nur drei pro Figur. Damit kann man laufen, rennen, sich hinhocken, zielen usw.

Es gibt pro Zug zehn Aktionsphasen und jede Figur kann in vier Phasen agieren. In welchen, hängt von der Fähigkeit des Soldaten ab. Je besser ausgebildet ein Soldat ist, desto schneller kann er agieren.

 
Das Spielfeld ist typischerweise 48x48 Zoll, das Spiel ist für einen Maßstab von 28mm ausgelegt und 1Zoll entsprechen 2m in der Realität. Das bedeutet, dass quasi alles locker über den gesamten Tisch feuern kann, 100m sind ja keine Reichweite für ein modernes Gewehr, Deckung ist somit essentiell. Wenn man ein freies Feld überqueren muss, sollte man tunlichst dafür sorgen, den Gegner durch Sperrfeuer niederzuhalten, oder durch Granaten in Deckung zu pressen. All das kann man machen, da Moral eine weitere wichtige Komponente des Spiels ist.

Wir spielen das Spiel übrigens in 15mm und haben uns auf 1cm = 1m geeinigt.

Alles in allem hat mich das Spiel schnell angefixt und wieder motiviert. Das erste Squad meiner Marines soll nun schnell angemalt werden, und vor allem muss das entsprechende Terrain gebaut werden.

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