Dienstag, 15. März 2016

Operation Epsom - Battlegroup Event in Berlin

Am Samstag war ich die Dice-Knights in Berlin besuchen, denn sie hatten zu einem „großtaktischem Battlegroup-Spiel“ aufgerufen, das die Operation Epsom in der Normandie behandeln sollte.

Wie schon zur Saga-Veranstaltung „Im Jahr des Raben“ wurden keine Regelkenntnisse vorausgesetzt. Da ich zudem mit britischen FoW-Modellen sehr gut ausgestattet bin, und die Berliner ihre Minis FoW-kompatibel basieren, meldete ich mich kurzerhand zur Stelle.
Im letzten Jahr hatten die Dice-Knights bereits eine erste Battlegroup-Veranstaltung organisiert und haben ihrerseits Erfahrung gesammelt, die der Operation Epsom zugute kam.

Am Samstagmorgen wurde ich mit einem heißen Kaffee begrüßt und es war noch etwas Zeit mich mit den anderen Teilnehmern und Helfern zu unterhalten, bevor Fabian aka daneaxe das einführende Briefing abhielt. Im Anschluss wurden beiden Kriegsparteien im Geheimen je vier Aufträge zugeteilt, wovon jeder Spieler einen übernehmen musste.
Briefing
Die Allierten losten die Aufträge demokratisch aus und mir fiel es anheim, das Städtchen Colleville einzunehmen.
Colleville wird noch von den Deutschen gehalten
Am Spieltisch bekamen wir von den Spielleitern / dem Oberkommando eine weitere Nachricht: im Laufe des Spiels würde ich Unterstützung durch drei Churchills erhalten. Die Spielmechanik hatte ich relativ schnell raus und ich begann, mich langsam in die Stadt vorzuarbeiten und konnte die Deutschen tatsächlich Haus für Haus zurück drängen.
Irgendwann am Nachmittag drohte dann die Tea Time in Form einer leckeren Pizza und wir verglichen den Punktestand. Die Briten hatten etwas mehr Verluste erlitten, zudem konnte ich bisher nur eines von drei Missionszielen einnehmen, womit die Deutschen knapp gewannen. Nichtsdestotrotz hat uns beiden das Spiel viel Spaß gemacht und durch den tollen Tisch kam richtig Stadtkampfatmosphäre auf. Mitten im Spiel erreichte uns übrigens jeweils eine zusätzliche Nachricht. In meinem Fall musste ein Such-Team den Kameraden „Private Dancer“ an der Front ausfindig machen und vom Tisch bringen, eine Nette Hommage an den Film „Saving Private Ryan“.
Eine 8,8 sichert die Hauptstraße
 

Die Briten stoßen langsam vor, ein Häuserkampf entbrennt

Landschaftliche Idylle, doch die Ruhe trügt

Insgesamt wurden 21m Bocage gebaut, und es hat sich gelohnt...
Panzer IV sichern eine Brücke
Nach einer kurzen Pause wurden die Spieler rotiert, je nach Ausgang der vorherigen Schlacht am Tisch, galt es nun anzugreifen, bzw. zu verteidigen.Für mich bedeutet es eine Flußüberquerung der Deutschen zu verhindern. Mangels Erfahrung hatte ich anfangs Probleme in das Spiel zu finden. Als Verteidiger durfte man zu Beginn 7 Einheiten aufstellen, allerdings nur Infanterie und Geschütze. Da ich außer Infanterie nur noch ein paar Panzer in meiner Liste hatte, musste ich vier Runden mit zwei Piats gegen einen Deutschen Sturmangriff, bestehend aus 3 Panzer IV, Panther und Wirbelwind aushalten. Dank meines Würfelglücks (viele gelungene Rüstungswürfe) brauchten die Deutschen lange, um meine paar Infanteristen vom Tisch zu vertreiben, weshalb meine Panzer noch grade rechtzeitig auf dem Feld eintrafen, und das Spiel noch spannend wurde. Gegen Abend waren wir dann beide Würfelmüde und es gab ein paar echte „Doh“-Momente. Der Panther und eine Firefly sahen sich einfach eine komplette Runde nicht und das zu einem Zeitpunkt, zu dem wir beide schon sehr viele Marker gesammelt hatten und kurz vor dem Rückzug standen.
Mein Mitspieler versuchte einen Sherman mit einem Minenmarker zu zerstören, schaffte es jedoch eine „1“ zu würfeln, weshalb statt dessen ein Panzer IV in Flammen aufging. Obwohl ich schon zwei Handvoll Marker gezogen hatte, waren sehr viele niedrige Brakepoints dabei, aber bis auf ein einziges „Break Down“ hatte ich keinerlei Sondermarken für Luftangriffe etc. gezogen In beiden Spielen, wohlgemerkt…
Schlussendlich einigten wir uns darauf, die Breakpoint-Differenz zu vergleichen: Gleichstand… da die Deutschen zu dem Zeitpunkt mehr Missionsziele hielten, bedeutete dies also eine weitere Niederlage. Was aber ehrlich gesagt Nebensache war, denn beide Spiele haben mir viel Spaß gemacht.

Es bleibt zu resümieren, dass ich zwei sehr tolle Spiele und Spielpartner ("Gegner" wäre das falsche Wort) hatte. Obwohl ich die Regeln vorher nicht kannte, haben mir meine Mitspieler stets geholfen und geduldig Fragen beantwortet. Das Motto „Play the game, not the rules“ kennen die Dice-Knights wohl auch, denn so stelle ich mir eine themenbezogene Veranstaltung vor. Die Regeln sollen zwar einen Rahmen vorgeben, aber nicht im Weg sein. Noch in diesem Jahr wird es eine dritte Veranstaltung dieser Art geben, und so es zeitlich und figurentechnisch möglich ist, werde ich wieder dabei sein.

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