Donnerstag, 3. September 2015

Der Kalte Krieg wird heiß - ein Überblick



Demnächst wird Flames of War mit dem Erweiterungsband „Team Yankee“ in eine neue (fiktive) Epoche aufbrechen: Was wäre, wenn der Kalte Krieg „heiß“ geworden wäre? Oder etwas griffiger auf Englisch: „Cold War gone hot“.
Die Vorlage zu diesem Titel kommt übrigens vom Autor Harold Coyle, der unter diesem Namen in den 80ern einen Bestseller veröffentlich hat.
Die Ankündigung und die gezeigten hübschen Modelle nahm ich zum Anlass, um mal auf dem Tabletop-Markt zu gucken, was es denn schon heute zum Thema alles gibt, und das ist tatsächlich eine ganze Menge. Das ist tatsächlich so viel, dass ich hier gar nicht alles vorstellen kann. Vom Skirmisher bis zu riesigen Tischen voller Minis, von 3mm bis 28mm, alles ist schon heute vorhanden. Flames of War wird sicher seine Nische finden, tatsächlich finde ich aber einen kleineren Maßstab als 15mm für moderne Gefechte besser geeignet, da man damit die effektive Kampfreichweite und Geschwindigkeit besser darstellen kann. Die meisten Regelwerke, die ich gefunden habe, sind nicht für einen bestimmten Maßstab ausgelegt, so dass man viel ausprobieren kann, auch wenn man sich irgendwann für Modelle entschieden hat.
Sehr beliebt ist der „Micro-Scale“ (1/300; 6mm) und „Pico-Scale“ (1/600; 3mm). In diesem Artikel möchte ich mich auf den Micro-Scale beschränken, der aus meiner derzeitigen (theoretischen) Sicht den besten Kompromiss zwischen Preis, Detailgrad und Tischgröße bietet.

Regelwerke

Cold War Commander


Ist schon lange am Markt, Blitzkrieg Commander ist der Vorgänger, der den 2. WK abdeckt. Wurde kürzlich von Pendraken Miniatures aufgekauft, CWC 2 soll laut Aussage auf der Homepage gegen Ende 2015 erscheinen. Die Community ist im CWC-Forum recht aktiv.
Bei CWC repräsentiert ein Base ein Platoon, es gibt aber auch eine Spielvariante für 1:1. Man hat das Kommando über eine Kompanie bis zur Division, je nach Maßstab und Gusto.
Die Aktivierungsregeln sollen an Warmaster/Epic angelehnt sein.

A Fistful of TOWs 3


Das Spiel gibt es ebenfalls schon lange, die aktuelle Revision ist von 2011. Es legt den Schwerpunkt auf mechanisierte Konfliktführung und wurde für 6mm geschrieben, andere sind aber möglich. Das Werk ist ein ziemlicher Wälzer mit 460 Seiten und nicht ganz preiswert. Mit Spiralbindung kostet das Buch bei Lulu immerhin Netto 47€, das Hardcover ist nochmal 10€ teurer. Dafür erhält man aber nicht nur die Regeln und ein Kampagnen-Baukasten, sondern Daten für so ziemlich alle Waffensysteme, die von 1935 bis heute erschienen sind, sowie so ziemlich alle denkbaren Armeelisten aus dieser Zeit.
Die Regeln sollen schnell gespielt werden können. Die Artillerie etwa wird dazu sehr abstrahiert dargestellt, um nicht in dutzenden Tabellen nachschlagen zu müssen. Eine Runde soll in 15min zu absolvieren sein.

Modern Spearhead


Scheint vor allem auf dem amerikanischen Markt vertreten zu sein und die Regeln sind hier nicht ohne weiteres verfügbar, zumindest habe ich sie nicht gefunden. Daher keine nähere Betrachtung.

Force on Force


FoF ist ein szenarienbasiertes Spielsystem, für das es mit „Cold War Gone Hot“ auch einen Erweiterungsband für den 3. WK gibt.
Der Fokus liegt bei diesem System auf Platoon- bis maximal Kompanieebene und es ist eher für infanteristisch ausgetragene Gefechte ausgelegt. Der Herausgeber ist Osprey, entsprechend gut ist die Aufmachung. Zu jedem beschriebenen Gefecht wird die Geschichte und der tatsächliche Ablauf geliefert, so dass man sehr nah am Geschehen ist.
Der empfohlene Maßstab ist 15mm – 28mm.

Micro Melee: Modern Warfare


Relativ unbekanntes System, das ebenfalls eher zu den “Skirmishern” zählt. Man trägt Gefechte auf Kompanieebene aus Sicht eines Platoons aus. Die kleinste Einheit sind Squads. Das Spiel wurde für einen Maßstab von 6-15mm ausgelegt.
Die moderne Variante (das ursprüngliche Spiel bedient den 2. WK) enthält Regeln für Panzer, Hubschrauber, Close Air Support, ATGMs usw.
Der Autor Ben Lacy publiziert Szenarienhefte, für den 3. WK gibt es allerdings noch nichts.
Die Regeln sind bei Lulu für 10€ (PDF) bzw. 19€ (Print) erhältlich.

Figurenhersteller

GHQ


Der Hersteller macht 6mm Figuren seit den 1960ern…
Die Qualität ist top, die Auswahl riesig. Im Bereich 2. WK und modern gibt es kaum Lücken.
Für 5 Panzer bezahlt man etwa 10€

CinC


Die Qualität soll nicht viel schlechter sein als GHQ. Die Infanterie ist filigraner (und empfindlicher). Die Range ist nicht ganz so groß und die Verfügbarkeit (in Deutschland) generell etwas schlechter.
4 Panzer kosten 6€.

Heroic & Ros


Die Qualität soll in den letzten Jahren besser geworden sein. Die Range ist mittlerweile sehr groß.
Interessant wird es beim Preis. Ein Panzer kostet 50-65 Pence, also deutlich unter 1€.


Weiterführende, interessante Links zum Thema

(ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit)

http://www.army-guide.com/
http://coldwardecoded.blogspot.de/
http://www.ghqmodels.com/pages/military/country_histories.asp


Donnerstag, 13. August 2015

Zuwachs für die Combined Army; erster gemeinsamer Malabend

Zuletzt habe ich ein paar weitere Modelle für die Combined Army fertig gestellt.
Außerdem haben wir uns zu unseren ersten gemeinsamen Malabend bei David getroffen. Es wurde geklönt, gefachsimpelt und dabei im Laufe des Abends ein weiteres Modell fertig.

Preta #1

Preta #2

Daturazi #2
Am Malabend habe ich Ko-Dali angemalt. Leider ist das Bild etwas unscharf geworden. Hauptaugenmerk habe ich auf die schwarze Rüstung gelegt, die ich zuerst in einem grau angemalt habe, und anschließend schattiert und aufgehellt, um Romans Technik zu üben.
Ich hätte locker nochmal die gleiche Zeit in die Mini stecken können, aber irgendwann möchte ich mit der Armee fertig werden, daher lasse ich sie so, wie sie ist...
Ko-Dali


Freitag, 24. Juli 2015

By Fire and Sword - die Türken kommen

Ein "Herzensprojekt" dieses Jahres habe ich nun endlich begonnen. Schon vor mehr als einem Jahr hatte ich mir zwei Truppen-Boxen der Osmanen aus zweiter Hand gekauft, eigentlich wollte ich mir die nur in die Vitrine stellen. Nun hat das System aber einen ordentlichen Schub bekommen und es gibt einige Spieler in Dresden, die sich eine Skirmish-Armee anschaffen wollen. Auf der Taktika hat das Demospiel sehr viel Spaß gemacht, also hatte ich mir dort gleich die Skirmish-Box gekauft.
Die Osmanen habe ich hauptsächlich wegen der Optik gewählt, aber auch deren Taktik weiß mir zu gefallen. Die Türken verließen sich auf ihre Reiterei, die wilde Angriffe gegen den Feind ritt. Pistolen oder Arkebusen waren verpöhnt, die Reiter führten lieber Pfeil und Bogen mit sich.
Den Anfang machen zwei Regimenter "Gönüllü" (die man auch als "Besli" ohne Speere spielen kann), leichte Reiterei die kundschaftet, oder in größeren Gefechten die schwerer gepanzerte Kavallerie unterstützt.


Warmachine: Die kleine Battlegroup zwischendurch

In meinem vorherigen Post hatte ich das Männer-Wochenende erwähnt, an dem vier Einsteiger in dieses System sich in einen alten Bauernhof zurück gezogen haben, und gespielt haben, bis zum Umfallen. Dies ist quasi wörtlich zu nehmen, da es sich um das heißeste Wochenende des Sommers handelte, mit fast 40°C im Schatten...
Jedenfalls war ich kurz vor dem Wochende in der Reckenecke und hielt die Battlegroup der Convergence of Cyriss in Händen und hatte den spontanen Einfall, die auch noch schnell anzumalen, damit ich für kleine Starterboxen-Spiele mit ca. 10 Punkten gerüstet bin. Gesagt getan, zuhause den Airbrush ausgepackt und zwei Malabende später waren sie auch schon fertig:
Battlegroup - Convergence of Cyriss

Hordes: Skorne - der Einstieg

Anfang des Jahres überraschten mich meine alten Berliner Freunde, mit denen ich vor 20 Jahren in das Hobby über Warhammer eingestiegen bin, und seitdem nichts anderes gespielt haben, mit dem Vorhaben nun mit Warmachine/Hordes anzufangen, weil die Pläne für Warhammer ja gruselig seihen, und man die Modelle nun nicht mehr sehen könne. Nun gut, konsequent sind die Jungs in ihren Entscheidungen, das hieß, wenn ich mit ihnen noch einmal Tabletop spielen möchte, muss ich mir wohl auch eine Truppe zulegen. Ich bin in dieser Hinsicht ja sehr unkompliziert. Da zudem dieses Jahr für alle Armeen gut zusammen gestellte "All-in-one" Armeeboxen erscheinen, habe ich mir eine für die Skorne gesichert, da mir die Modelle mit am besten gefielen. Vor wenigen Wochen hatten wir uns dann zu einem Männer-Spiele-Wochenende auf einem alten Bauernhof getroffen, das Ziel waren Spiele mit ca. 15-20 Punkten, bemalt müssen die Modelle sein.
Leider gibt es von dem Wochenende keine Bilder, da ich mein Handy zuhause vergaß.
Supreme Archdomina Makeda  
Cataphract Incindiarii
Praetorian Swordsmen
Titan Gladiator
Molik Karn

Montag, 15. Juni 2015

FoW: D-Day + 10h


Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein FoW-Spiel gemacht. Darragh aus unserer Spielergruppe hat vo längerer Zeit ein Szenario aus „I Ain’t Been Shot Mum!“ für FoW konvertiert.


Das Setting ist D-Day + 10h, die Briten, hier das „Green Howards Infantry Regiment“ mit Unterstützung der „Royal Dragoon Guards“, müssen die Reste der Deutschen Verteidigungslinie (Abteilung 352, unterstützt durch StuGs der 325. Panzerjäger Abteilung) hinter den Stränden der Normandie durchbrechen. Die Briten gewinnen, wenn sie es innerhalb von 12 Runden schaffen, mit einem Platoon über halber Sollstärke die hintere Tischkante der deutschen Aufstellungszone zu erreichen. Ansonsten gewinnen die Deutschen.

Die Streitkräfte

Green Howards Regiment
( British, attackers)

1 Company command section CiC (panzerfaust) and 2iC
1st Platoon full strength
2nd Platoon full strength minus PIAT
3rd Platoon full strength minus PIAT

Support platoons
1st and 2nd troops Royal Dragoon Guards. Each with two Sherman M4 and one Sherman firefly (with the first day special rule).
352 Fusilier Abteilung
(German, Defenders)

1 Company command section CiC (panzerfaust) and 2iC (Panzerknacker, with brittle special rule)
1st Platoon with panzerknacker command team and three sections (with brittle special rule)
2nd Platoon with panzerfaust command team and two sections (with brittle special rule).
4th Platoon (HMG platoon) with one section (with brittle special rule).

Support platoons
1st platoon 325 Panzerjaeger Abteilung with three stug (with too few special rule)


Sonderregeln


Too Few:

German Armour was few and far between for Day one of D-day. As a result it was never available in the numbers required. The Stugs can operate as independent warrior teams and have the Ambush special rule.

Brittle:

The German infantry is all that is left of 352 Fusilier battalion as a result all infantry platoons are reluctant instead of confident. The company still counts as confident.

First Day:

British armour is rated confident rather than reluctant for the first day of D day. The bocage torment is still ahead of them.
 
 

Spielbericht

 
Darragh stellte ein Platoon langgezogen auf meiner linke Flanke, und das zweite Platoon weiter hinten auf die rechte Seite.
Der Spieltisch, die Briten gehen unten in Stellung
Meinen Hauptangriff plante ich auf der linken Seite, da ich mir dort mehr Deckung versprach, weshalb ich zwei Infanterieplatoons und ein Sherman-Platoon dort platzierte. Das andere Sherman-Platoon stellt ich mittig auf, um das Zentrum bzw. die Flanke der vorrückenden Einheiten zu decken. Das dritte Infanterie-Platoon rückte rechts vor, um dort Kräfte zu binden bzw. den Bewegungsspielraum der Deutschen einzuschränken.

Die ersten 2-3 Züge bewegte sich alles vor, die Deutschen warteten ab, die Stugs lagen auf der Lauer. Das linke Sherman-Platoon sollte den Angriff anführen, die beiden Shermans durchquerten erfolgreich die Bocage, die Firefly blieb hinten stehen und sicherte ab. Ein paar Infanterie-Bases bewegten sich in Schussreichweite des schweren MGs, welches aber weiter schwieg. Dafür tauchten nun alle drei Stugs auf der linken Seite hinter der Bocage zwischen der Deutschen Infanterie auf und hinterließen zwei brennende Shermans, zwei StuGs zogen sich gleich wieder per Stormtrooper zurück, aber einem Panzer gelang dies nicht. Mit gutem Zureden des CiC blieb die Firefly in Position und zerlegte die Stug fachgerecht in Einzelteile.
Shermans sichern den Vorstoß
Die Infanterie rückte weiter auf die gegnerische Stellung zu. Das rechte Sherman-Platoon rückt etwas weiter vor um die linke Flanke zu bedrohen. Die beiden StuGs wechseln die Stellung, um auf die Shermans zu reagieren. Durch die Bocage kann man immer nur auf einen Bruchteil des Tisches wirken, das macht das Stellungsspiel der Panzer sehr interessant.

Im weiteren Verlauf wird der deutsche Zug auf der linken Seite langsam aufgerieben (dank ein paar tollen Rettungswürfen und vor allem ein paar sechsen beim Firepower-Wurf :D ).

Die StuGs schaffen es, den Kommandanten des zweiten Sherman-Platoons auszuschalten, weshalb diese für zwei Runden stationär bleiben müssen, bis der CiC angerannt kommt. Hier kommen wir zu einer der kuriosesten und lustigsten Situationen, die ich seit langem hatte: Firefly auf der linken Seite hat eine StuG in kurzer Reichweite, aber in Deckung. Zwei Fehlschüsse. Die StuG auf der anderen Seite rettet einen Sherman-Treffer (Firefly Nr. hat mit 1 Schuss verfehlt). Beide StuGs schießen zurück. Die StuG auf der rechten Seite ist ein Zug vorher soweit vorgefahren, dass es keine Deckung für den Sherman gibt. Zwei Treffer: beide mit einer sechs gerettet. Der StuG-Kommandant stormtroopert schnell hinter Bocage, um wenigstens vor der Firefly sicher zu sein. Linke Seite, ein Treffer auf die andere Firefly: mit Ansage auf die sechs gerettet.
Die Briten stürmen die Reste der deutschen Stellung
Die Panzer haben sich jetzt seit zwei Runden massiv beschossen, ohne dass etwas passiert ist. Hat mich irgendwie an die aktuelle G36-Diskussion erinnert, das trifft ja auch nix. Wie auch immer, diese Schussphase haben die deutschen Panzer nicht mehr überlebt, da waren die Argumente der 17pdr doch stärker. Leider haben die zwei verbliebenen Runden nicht mehr ganz ausgereicht, um mich mit dem fast intakten Sherman-Platoon über die Kante zu retten (es haben 2-3 Zentimeter gefehlt).

Das Spiel hat beiden beteiligten sehr viel Spaß gemacht, und hat sehr schön bewiesen, dass man FoW nicht nur mit 0815 Missionen aus dem RB spielen kann, und das nur mit 3-4 Einheiten pro Seite. Bocage ist schon eine Hausnummer, ich kann verstehen, wie schwierig es damals gewesen sein muss, sich da zügig durchzuarbeiten. Beim nochmaligen durchspielen, sollte man die Tischlänge evtl. etwas verkürzen.

MV Jarheads Einsteigerworkshop in Berlin

Ich habe beim Anmalen der Figuren schon immer versucht, mich technisch (im Rahmen meiner Zeit und Möglichkeiten) zu verbessern, habe diverse Techniken ausprobiert, Bücher gelesen, DVDs und Youtube-Videos geguckt, aber noch nie einen Workshop besucht. Das sollte sich am vergangenen Wochenende ändern. Roman aka Jarhead von Massive Voodoo hat den 49. „Einsteigerworkshop“ in meiner alten Heimat gehalten, Berlin Spandau. Dann auch noch in einer saucoolen Location, der Zitadelle, einer alten Festung, deren Geschichte bis in das 16. Jahrhundert zurückreicht.
Zitadelle Spandau
Roman schneidet an dem Wochenende extrem viele Themen an, so dass einem schnell der Kopf schwirrt. Nach ca. 30h Konzentration von Freitag- bis Sonntagabend war ich richtig platt und bin auch heute, einen Tag danach, noch immer „geflasht“ von den ganzen Eindrücken.
Das Tonnengewölbe
Zwischen vielen Präsentationen haben wir damit begonnen unsere Dämonetten, die jeder, der den Kurs zum ersten Mal besucht, anmalen muss, vorzubereiten.
Dämonette, zusammengebaut
Es folgt der Bau der Base
Am Ende des ersten Tages
Am Samstag geht es weiter mit den letzten vorbereitenden Schritten, bevor es an das Grundieren und Bemalen geht.
 
Samstag wurden noch weitere Details hinzugefügt
Es ist 18 Uhr, das Base ist nun weitestgehend fertig.
Fertige Base
Kurz vor Mitternacht hat die Dämonette ihre Grundfarbe und Schatten, alle Teilnehmer sind platt, denn der letzte Arbeitsschritt erforderte Geduld und Nerven. Zu diesem Zeitpunkt hat man aber schon 10h Workshop in den Knochen…
 
Grundfarbe und Schatten
Sonntagmorgen geht es weiter mit den Lichtern, hier habe ich aber kein Zwischenbild mehr gemacht, weil ich Sonntag noch zwischendrin, Haare, Krallen und sonstiges bemalt habe.
 
Es folgen kurze Malsessions für Gesicht, Hautdetails, Leder und Rüstung. Am Ende kommen Figur und Base zusammen, es folgen letzte Arbeiten mit Effekten, in meinem Fall habe ich nur Pigmente für meine Wüste benutzt. Roman zeigte uns aber auch wie man Blut, Rost, Schnee, Eis, Wasser usw. darstellen kann.
(Fast) alle fertigen Arbeiten
Meine Dämonette am Ende des Workshops
Die Familie war gegen Mitternacht wieder daheim in Dresden. Es bleibt zu resümieren: Der Workshop war toll und hat sich für mich mehr als gelohnt. Die Location war super und wir wurden wahrlich königlich bewirtet. 
Ich habe endlich gesehen, wie man nass-in-nass malt und wie Layering funktioniert (und wie lange es dauert, einen sauberen Übergang zu malen), konnte fühlen, wie die Farbkonsistenz sein soll. Mit „milchig“ konnte ich noch nie was anfangen. Der Bau der Präsentationsbase war komplett neu für mich und eine tolle Erfahrung, weil man hier seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Roman meinte, man kann dabei nichts falsch machen, und er hatte recht. Ein weiteres Motto: „Alles passiert aus einem Grund“, ließ einen entspannt über so manchen "Fehler" hinwegsehen. Roman hatte immer den richtigen Tipp parat, wenn man eine Frage hatte, und hat gekonnt über die anderen Baustellen hinweg gesehen. Sowas kann man eben nicht per Video oder Buch leisten.
Ich werde nie ein Wettbewerbsmaler, aber bei meinen nächsten Infinity-und Freebooter-Minis werde ich versuchen, das ein oder andere gelernte weiter zu üben. Ich habe da auch schon die eine oder andere Idee für ein kleines Minidiorama…
Also nochmal an dieser Stelle: Danke an Roman für Deinen tollen Workshop und ebenfalls einen Dank an die anderen Kursteilnehmer für die nette und lockere Atmosphäre.