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Montag, 22. Januar 2018

Das Jahresprojekt: 28mm Preußen für die Befreiungskriege

Nun ist das neue Jahr schon wieder drei Wochen alt, Zeit für ein Update. In einem Anflug von Wahnsinn haben wir uns im Club zu viert entschieden die Königsdisziplin im Tabletop anzugehen: Napoleonische Kriege in 28mm.
Der geneigte Leser fragt jetzt zurecht „Häh, aber Du hast doch schon Franzosen in 6mm, was ist denn da schief gelaufen?“. Ach so! Ja, das stimmt, aber wie kann man eine fixe Idee rational erklären? Beim Durchblättern eines TT-Magazins bin ich über einen Spielbericht gestolpert und es hat mich einfach gefesselt. Das Killer-Argument bisher war bis jetzt immer der verfügbare Platz. 28m Napo auf einem 120x180cm Tisch sieht kacke aus. Aber durch den Clubraum könnten wir jetzt theoretisch locker 8 Platten zusammen legen, das Problem ist also gelöst. Letztes Jahr habe ich mich von meinen Warhammer Söldnern und Space-Orks getrennt, was einiges an Geld in die Hobby-Kasse gespült hat. Der Weg war somit frei.

Damit wir im Club eine einheitliche Linie fahren, haben wir uns auf die Befreiungskriege geeinigt, also 1813-1815. Ich habe mich für die Preußen entschieden. Nach einiger Recherche hatte ich bereits im letzten Jahr einiges von Calpe und den Perrys bestellt. Meine Brigade wird später aus 10 Infanterie-Bataillonen, 2-3 Kavallerie-Schwadronen und 2 Kanonen bestehen.
Wir wollen aber erstmal klein anfangen, Sharp Practice bietet sich da an, dem wollte ich ohnehin mehr Zeit widmen.
Hierfür braucht es für den Grundstock „lediglich“ ca. 50 Figuren.

Als allererstes Habe ich mir eine Halterung gebaut, da ich die Minis, entgegen meiner üblichen Praxis, bemalen möchte, bevor ich sie auf ein Multibase stelle (wir basieren vier Figuren auf 40x40mm).
Mein Ziel ist es, bis ca. Ende Januar das erste Bataillon (es soll das 1. Schlesische werden) fertig zu haben. Langsam beginne ich zu begreifen, was ich mir da vorgenommen habe…
Mein selbstgebauter Bataillonshalter


Mittwoch, 28. Oktober 2015

Zuwachs

Heute ist das Thema Nachwuchs.
Lange ist hier nichts passiert, was daran liegt, dass unser Julius vor knapp sechs Wochen zur Welt kam. Nun sind wir zu viert, was natürlich die Hobbyzeit „etwas“ einschränkt.

Worum es heute aber eigentlich geht, ist meine jüngste Anschaffung: Das Regelwerk „Blücher“ samt dem ersten Kampagnenset rund um Waterloo. Bisher hatte ich mit der napoleonischen Epoche nichts am Hut. Blücher soll relativ einfach sein, aber trotzdem genug Tiefgang haben. Befehle erteilt man seinen Truppen aus der Sicht des Generals. Der möchte z.B. ein Corps vorrücken lassen. Um Formationen muss man sich dabei nicht kümmern, das übernimmt quasi der Unteroffizier und das wird von Spiel nicht abgebildet. Wie frisch eine Einheit ist, sagt der „Elan“-Wert der Einheit. Wenn eine Einheit Schaden nimmt, sinkt der Elan-Wert und gleichzeitig die Effektivität, denn der Elan gibt einem gleichzeitig die Anzahl der Angriffs-Würfel an. Jede Einheit hat zwei Bewegungs-Werte: „Einfache Bewegung“ und „Schwierige Bewegung“. Zusätzlich gibt es noch ein paar Spezialfähigkeiten. Das alles ist für jede Einheit auf je einer Karte abgedruckt, mit denen man das Spiel auch ohne Miniaturen spielen kann, und das hat mich letztlich zum Kauf bewogen. Damit kann man ideal das Setting in aller Ausführlichkeit und Komplexität testen, denn in dem Kartensatz zur Waterloo-Kampagne ist jede erdenkliche Einheit des Feldzugs enthalten.
 
Erstes Spiel mit Papiereinheiten: "Along the Danube"
Gestern konnte ich das Spiel zum ersten Mal mit Daragh testen, dazu habe ich das Einführungs-Szenario „Along the Danube“ von der Honour-Website herunter geladen und die Einheiten ausgedruckt. Wir fanden das Spiel sehr unterhaltsam, vor allem durch die Aktivierungs-Mechanik, die sich Sam ausgedacht hat. Am Ende seines Zuges erwürfelt man das Aktivierungslimit für seinen Gegner im Geheimen. Man ist also gezwungen seine Aktionen zu priorisieren, denn jede Aktivierung könnte die letzte sein. Vor allem im fortgeschrittenen Spiel, als der Kampf überall entbrannte, wurde es spannend. Ich stand zum Beispiel vor der Wahl: Lasse ich die Einheiten des ersten Corps sich auf einen Angriff vorbereiten, da Darraghs Einheiten hier meine Flanke bedrohte, oder greife ich mit der Kavallerie sein Zentrum an, wo ich eine Einheit vernichten könnte. Vielleicht kann ich ja beides machen… man steckt also in einem Dilemma.
Das Aktivierungslimit für den Gegner wird im Geheimen erwürfelt

Ein weiterer interessanter Aspekt der durch die Karten möglich wird ist, dass man zu Beginn die Karten verdeckt hinlegt. Der Gegner weiß also nicht, was für eine Einheit sich hinter der Karte verbirgt, erst bei einer Aktivierung der Einheit, oder wenn man nahe genug ist, wird die Einheit aufgedeckt.


Alles in allem hat mich das gestrige Spiel darin bestärkt, mir für die Crisis nächste Woche zwei Napo-Armeen von Baccus im 6mm-Maßstab auf den Einkaufszettel zu setzen.

Freitag, 12. Dezember 2014

Alle Jahre wieder, ein Projektausblick auf das kommende Jahr

Alle Jahre wieder, Weihnachten, die Zeit der Besinnung. Nicht wenige werden eine neue Armee unter dem Weihnachtsbaum finden, das neue Jahr ist nicht mehr fern, damit auch die guten Vorsätze, also ist jetzt genau die richtige Zeit Pläne für alte und neue Projekte zu schmieden.

Ich bin ja schnell für neue Sachen zu begeistern und dazu ein leidenschaftlicher Sammler. Zum Glück vermeide ich es, so gut ich kann, mit unbemalten Minis zu spielen, das bremst die aktiv gespielte Systemzahl stark ein. Trotzdem stelle ich am Ende des Jahres oft eine starke Diskrepanz zwischen den geplanten und realisierten Projekten fest. Aber solange ich am Ende des Jahres das Gefühl habe, etwas „geschafft“ zu haben, bin ich mit mir im Reinen. Trotzdem hilft es mir ungemein, wenigstens eine grobe Richtlinie zu haben, um sich nicht komplett zu verzetteln, was leider noch häufig genug passiert.

Zwischen den Feiertagen werde ich das vergangene Jahr Revue passieren lassen, aber hier schon mal der Plan für das kommende Jahr, ich bin gespannt, wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt.

  • Abschluss des Bauprojektes Freebooter Fate / Infinity – Tisch
  • Während der Laufzeit der Paradiso-Kampagne sollen alle Combined Army-Modelle Farbe bekommen. Ich rechne vorsichtig mit ca. 2-3 Modellen pro Monat.
  • Die Geländestücke samt Inneinrichtung von Spartan Scenics für den Infinity-Tisch brauchen noch Farbe.
  • Moderne US Marines für ein Afghanistan-Setting in 15mm. Ständig verschoben, möchte ich aber mit hoher Priorität nächstes Jahr angehen.
  • Mit einem Jahr Verzögerung gilt es die Jock Column der EW-Briten für FoW fertig zu stellen. Ein Beispiel für verschobene Prioritäten…
  • Ein Wüstentisch samt Gebäuden für Nordafrika / Afghanistan, die Grundlage wird dieses Mal eine Matte.
  • Die Flotte für Firestorm Armada stehen auch schon seit geraumer Zeit als Mahnmal grundiert auf dem Maltisch. In der Vergangenheit habe ich gemerkt, dass mir Schiffsmodelle überhaupt nicht liegen, daher ist die benötigte Aktivierungsenergie hier besonders groß.

Bis hierhin sind das alles alte Projekte, die auf Fertigstellung warten, aber was wäre ein Jahresausblick ohne was komplett neues? :)

Welche Zeitperiode es wird ist noch nicht ganz sicher, aber es kommt definitiv ein neuer Maßstab:
  • 6mm. Also dürft ihr gespannt sein!