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Dienstag, 10. April 2018

Sharp Practice 2 - Aller Anfang ist schwer

Zur Motivation haben wir uns zu einem ersten Spiel getroffen, um einfach mal ein paar Figuren auf den Tisch zu stellen und uns mit den Regeln zu beschäftigen.

Die Truppen marschieren auf
Gespielt wurde das erste Szenario aus dem Regelbuch, also die klassische "Feldschlacht".
Ronald und Erik spielten ihre Franzosen und zogen gegen Michas Briten und meine Preußen zu Feld.

unten links die Briten und Preußen, oben rechts die Franzosen
Die Preußen formieren sich zu einer Linie
Wir haben noch einige Fehler gemacht, aber ich denke der prinzipielle Spielablauf ist klar geworden. Wer noch nie ein Spiel von den TooFatLardies gespielt hat, muss wissen, dass diese Regeln darauf abzielen, das Chaos der Schlacht einzubeziehen. Der Anführer befiehlt z.B. seinem Trupp freies Feuer und möchte nächste Runde einen Angriff befehlen. Es kann nun passieren, dass die Jungs so motiviert sind, ihren Feind mit Kugel zu spicken, dass sie damit gar nicht mehr aufhören. Wie weit ein Trupp sich bewegt wird grundsätzlich ausgewürfelt, und wenn der Angriff dann doch ausgeführt wird, kann es sein, dass der Gegner nur darauf gewartet hat, und mit einer Salve darauf antwortet. Immer wieder passieren zufällige Ereignisse. Bei einem Trupp Plänkler wurde plötzlich die Munition knapp und sie durften dann nur noch Feinde auf kurze Distanz beschießen. Man hat also bei SP2 nie 100% Kontrolle, es kann immer irgend etwas passieren, dass einem den Plan zunichte macht. Genau das macht aber auch den Reiz dieses Spieles aus, denn das schafft eine Atmosphäre (wenn man gewillt ist, sich darauf einzulassen), die ich bei anderen Spielen selten so erlebt habe.

Auf jeden Fall wurde das Ziel erreicht und der nächste Spielbericht wird hoffentlich (noch) bunter :)

Mittwoch, 4. April 2018

2. Bataillon des 10. Infanterieregiments

Leider bin ich etwas im Verzug (ich wollte bis Ende März fertig werden), aber nun ist es vollbracht: Das 2. Bataillon des 1. Schlesischen Infanterieregiments.

Das zweite Bataillon des 1. Schlesischen Infanterieregiments
Es handelt sich wieder im die Perry-Plastik-Minis, auch die Bemalung und die Fahne sind mit dem 1. Bataillon identisch. Als nächstes werde ich das Regiment mit dem dritten (Füsilier-) Bataillon komplettieren.

Dienstag, 20. Februar 2018

Schlesisches Schützenbataillon

Die Rekrutierungen schreiten weiter gut voran. Ich konnte jetzt das Schlesische Schützenbataillon fertig stellen (bis auf das Gras, da kaufe ich mir was Schickes auf der Tactica am Wochenende).

Die Modelle stammen alle von Calpe und ich bin begeistert. Kaum Gußgrate und ich musste bei einem Modell nur ein Gewehr ankleben, alle anderen sind an einem Stück gegossen. Die Vielfalt der Posen ist natürlich für so eine plänkelnde Einheit toll.

Ich habe mich dafür entschieden, die Minis auf 40x20mm bzw. 20x20mm zu basieren. Haupteinsatzzweck für die Kollegen ist erstmal Sharp Practice 2, da ist es praktisch den Anführer separat zu haben.

Die grüne Uniform vielleicht etwas zu knallig, andererseits wirkt das Bild für mich trotzdem stimmig und man kann erkenne, dass es sich um Schützen handelt, denke ich.

Ferig, bis auf das Gras

Mittwoch, 31. Januar 2018

1. Bataillon des 10. Infanterieregiments

Den Anfang meiner neuen Sammlung macht das 1. Bataillon des 10. Infanterieregiments (1. Schlesische).

Die Figuren sind aus der Plastikbox von den Perrys. Wie im Einleitungstext erwähnt, besteht ein Bataillon aus 24 Figuren. Diese habe ich alle gleichzeitig angemalt. Das nennt sich dann „meditatives“ Malen :)

Meine verwendeten Farben (alle von Vallejo):


  • Grundierung: Codex White von GW
  • Base: Charred Brown
  • Kolett/Patten: Prussia Blue
  • Hose/Mantel: Light Grey
  • Haut: Flat Flesh
  • Stiefel/Tschako/Patronentasche/Säbelgriff: German Grey
  • Regendeckel/Säbelscheide: Mahagony Brown
  • Muskete: Beige Brown / Gun Metal
  • Riemen für Muskete: Heavy Red
  • Topf/Gurtzeug/Schulterklappen/Fahnenstange: Ivory
  • Kragen/Aufschläge: Deep Yellow
  • Brotbeutel: Stone Grey
  • Knöpfe/Ringe der Musketen/Verzierungen: Glorious Gold

Zum Schluss: Dark Tone von Army Painter, mit dem Pinsel aufgetragen

Die ersten Farben sind aufgetragen

Nach dem "Dippen" per Pinsel
Nach der Behandlung mit Army Painter (Dark Tone) glänzen die Minis noch sehr. Die nächsten Bearbeitungsschritte sind das Behandeln mit Mattlack (ich nehme den von Vallejo, entweder direkt mit dem Pinsel oder per Airbrush aufgebracht) und letztlich das Basieren.

Flaggen habe ich bei GMB Designs bestellt. Von der Qualität bin ich echt begeistert. Um die Flagge "vom Winde zu verwehen", habe ich zwischen das Papier eine Schicht Aluminium-Folie geklebt, und bilde mir ein, dadurch behält die Flagge ihre Form besser.

Die Bases habe ich einfach zunächst mit grobem, dann mit feinerem Sand beklebt. Nach dem Trocknen fixiere ich den Sand nochmals mit stark verdünntem Leim, das ergibt eine prima Oberfläche fürs Trockenbürsten.
Meine Standardfarben für Bases sind: "Charred Brown", Trockenbürsten mit "Earth" und "Bonewhite".
Fertig, bis auf das Gras

Montag, 22. Januar 2018

Das Jahresprojekt: 28mm Preußen für die Befreiungskriege

Nun ist das neue Jahr schon wieder drei Wochen alt, Zeit für ein Update. In einem Anflug von Wahnsinn haben wir uns im Club zu viert entschieden die Königsdisziplin im Tabletop anzugehen: Napoleonische Kriege in 28mm.
Der geneigte Leser fragt jetzt zurecht „Häh, aber Du hast doch schon Franzosen in 6mm, was ist denn da schief gelaufen?“. Ach so! Ja, das stimmt, aber wie kann man eine fixe Idee rational erklären? Beim Durchblättern eines TT-Magazins bin ich über einen Spielbericht gestolpert und es hat mich einfach gefesselt. Das Killer-Argument bisher war bis jetzt immer der verfügbare Platz. 28m Napo auf einem 120x180cm Tisch sieht kacke aus. Aber durch den Clubraum könnten wir jetzt theoretisch locker 8 Platten zusammen legen, das Problem ist also gelöst. Letztes Jahr habe ich mich von meinen Warhammer Söldnern und Space-Orks getrennt, was einiges an Geld in die Hobby-Kasse gespült hat. Der Weg war somit frei.

Damit wir im Club eine einheitliche Linie fahren, haben wir uns auf die Befreiungskriege geeinigt, also 1813-1815. Ich habe mich für die Preußen entschieden. Nach einiger Recherche hatte ich bereits im letzten Jahr einiges von Calpe und den Perrys bestellt. Meine Brigade wird später aus 10 Infanterie-Bataillonen, 2-3 Kavallerie-Schwadronen und 2 Kanonen bestehen.
Wir wollen aber erstmal klein anfangen, Sharp Practice bietet sich da an, dem wollte ich ohnehin mehr Zeit widmen.
Hierfür braucht es für den Grundstock „lediglich“ ca. 50 Figuren.

Als allererstes Habe ich mir eine Halterung gebaut, da ich die Minis, entgegen meiner üblichen Praxis, bemalen möchte, bevor ich sie auf ein Multibase stelle (wir basieren vier Figuren auf 40x40mm).
Mein Ziel ist es, bis ca. Ende Januar das erste Bataillon (es soll das 1. Schlesische werden) fertig zu haben. Langsam beginne ich zu begreifen, was ich mir da vorgenommen habe…
Mein selbstgebauter Bataillonshalter


Montag, 14. März 2016

Blücher - 200 Punkte Armeeliste Franzosen

Bisher habe ich mit Darragh einige Testspiele gemacht. Darragh hat sich für unsere kommende Kampagne für Spanier entschieden, also übernehme ich die Rolle der Franzosen.

Wir spielen momentan mit 200 Punkten, was für uns ausreichend, da abendfüllend, ist. Hier und da müssen wohl noch kleine Regellücken nachgeschlagen werden. Was mir an Blücher sehr gut gefällt ist, dass man eine generische Armee sehr schnell auswählen kann, aber durch die wenigen dabei zu beachtenden Vorgaben kommt trotzdem eine stimmige Truppe zusammen.

Meine Franzosen werden in drei Korps unterteilt sein:
1. Infanteriekorps
- 4 x Linieninfanterie
- 1 x Elite Infanterie
- 1 x Leichte Kavallerie
 2. Infanteriekorps
- 4 x Linieninfanterie
- 1 x Elite Infanterie
- 1 x Kanonenbatterie
 3. Kavalleriekorps
- 2 x Dragoner
- 1 x Kürassiere
- 1 x leichte Kavallerie- 1 x Berittene Artillerie
Die ersten Minis sind bemalt und müssen noch gebased werden, Bilder folgen in den nächsten Tagen.

Montag, 4. Januar 2016

Ein neues Projekt nimmt seinen Anfang: Napoleonische Kriege in 6mm. Eine erste Anprobe!

Allen Lesern meines Blogs wünsche ich an dieser Stelle ein Frohes und vor allem Gesundes neues Jahr.

Kurz vor Weihnachten ist meine Bestellung von Baccus eingetroffen: ein Starterset für die Napoleonischen Kriege.
Die Box enthält zwei Armeen, ein Regelbuch, MDF Bases sowie drei Häuser
Ich war gespannt wie ein Flitzebogen und obwohl es noch einige Wochen dauern wird, bis ich mit der Bemalung anfangen kann, habe ich die Hälfte der Armee temporär auf Holzspachtel geklebt, entgratet und grundiert. Hier hatte ich schon den ersten "Aha"-Effekt. Dafür brauchte ich alles in allem (inkl. Grundierung) keine zwei Stunden.
Dies werden fünf Bases Infanterie für die Franzosen
Peter von Baccus war so nett, und hatte mir ein paar Testfiguren geschickt, weil er nicht zur Crisis kommen konnte. Zwei Streifen davon mussten für einen Maltest herhalten.

Hier sind die Testfranzosen, quick & dirty bemalt...
...und von hinten (beim Bannerträger habe ich einen Gurt vergessen).
Diese acht Figuren konnte ich in ca. 30 min anmalen. Von diesen Zahlen ausgehend, sollte ich pro Malabend ein Base mit 24 Figuren inkl. Basing locker schaffen können, wahrscheinlich mehr, wenn ich mehrere Bases gleichzeitig angehe. Ich rechne damit eine komplette Armee in ca. einem Monat anmalen zu können. Mal sehen, ob sich diese Abschätzung bewahrheitet :)

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Zuwachs

Heute ist das Thema Nachwuchs.
Lange ist hier nichts passiert, was daran liegt, dass unser Julius vor knapp sechs Wochen zur Welt kam. Nun sind wir zu viert, was natürlich die Hobbyzeit „etwas“ einschränkt.

Worum es heute aber eigentlich geht, ist meine jüngste Anschaffung: Das Regelwerk „Blücher“ samt dem ersten Kampagnenset rund um Waterloo. Bisher hatte ich mit der napoleonischen Epoche nichts am Hut. Blücher soll relativ einfach sein, aber trotzdem genug Tiefgang haben. Befehle erteilt man seinen Truppen aus der Sicht des Generals. Der möchte z.B. ein Corps vorrücken lassen. Um Formationen muss man sich dabei nicht kümmern, das übernimmt quasi der Unteroffizier und das wird von Spiel nicht abgebildet. Wie frisch eine Einheit ist, sagt der „Elan“-Wert der Einheit. Wenn eine Einheit Schaden nimmt, sinkt der Elan-Wert und gleichzeitig die Effektivität, denn der Elan gibt einem gleichzeitig die Anzahl der Angriffs-Würfel an. Jede Einheit hat zwei Bewegungs-Werte: „Einfache Bewegung“ und „Schwierige Bewegung“. Zusätzlich gibt es noch ein paar Spezialfähigkeiten. Das alles ist für jede Einheit auf je einer Karte abgedruckt, mit denen man das Spiel auch ohne Miniaturen spielen kann, und das hat mich letztlich zum Kauf bewogen. Damit kann man ideal das Setting in aller Ausführlichkeit und Komplexität testen, denn in dem Kartensatz zur Waterloo-Kampagne ist jede erdenkliche Einheit des Feldzugs enthalten.
 
Erstes Spiel mit Papiereinheiten: "Along the Danube"
Gestern konnte ich das Spiel zum ersten Mal mit Daragh testen, dazu habe ich das Einführungs-Szenario „Along the Danube“ von der Honour-Website herunter geladen und die Einheiten ausgedruckt. Wir fanden das Spiel sehr unterhaltsam, vor allem durch die Aktivierungs-Mechanik, die sich Sam ausgedacht hat. Am Ende seines Zuges erwürfelt man das Aktivierungslimit für seinen Gegner im Geheimen. Man ist also gezwungen seine Aktionen zu priorisieren, denn jede Aktivierung könnte die letzte sein. Vor allem im fortgeschrittenen Spiel, als der Kampf überall entbrannte, wurde es spannend. Ich stand zum Beispiel vor der Wahl: Lasse ich die Einheiten des ersten Corps sich auf einen Angriff vorbereiten, da Darraghs Einheiten hier meine Flanke bedrohte, oder greife ich mit der Kavallerie sein Zentrum an, wo ich eine Einheit vernichten könnte. Vielleicht kann ich ja beides machen… man steckt also in einem Dilemma.
Das Aktivierungslimit für den Gegner wird im Geheimen erwürfelt

Ein weiterer interessanter Aspekt der durch die Karten möglich wird ist, dass man zu Beginn die Karten verdeckt hinlegt. Der Gegner weiß also nicht, was für eine Einheit sich hinter der Karte verbirgt, erst bei einer Aktivierung der Einheit, oder wenn man nahe genug ist, wird die Einheit aufgedeckt.


Alles in allem hat mich das gestrige Spiel darin bestärkt, mir für die Crisis nächste Woche zwei Napo-Armeen von Baccus im 6mm-Maßstab auf den Einkaufszettel zu setzen.