Schon seit ich vor 12 Jahren nach Dresden gezogen bin, war ich auf der Suche nach einem gemeinsamen Anlaufpunkt für Hobbyisten. Doch neben den Möglichkeiten in den beiden Ladengeschäften und den damit verbundenen Einschränkungen (beschränkte Öffnungszeiten, stark eingeschränkte Systemauswahl, seltsames/junges Publikum, Mief in der Bude) gibt’s nicht viel. Einzige Ausnahme ist die Hobbyhalle, aber hier trifft sich ein harter Kern von Spielern ohne „Öffentlichkeitsarbeit“.
Daher hatte ich einige Zeit meine eigenen vier Wände angeboten und Spieler eingeladen dort zu spielen. Das hat prinzipiell gut funktioniert, aber es gab auch Tage und Wochen, da ist niemand aufgetaucht. Nach der Geburt meiner beiden Kinder habe ich den Spieletreff dann eingestellt und meine Aktivität auf den Dienstag in der Reckenecke verlegt, da kann man immerhin bis 22 Uhr spielen. Aber der Platz ist begrenzt und es wird recht schnell kuschelig.
Aus dieser Situation heraus haben wir uns gestern getroffen um in Zusammenarbeit mit dem Tabletop Sachsen e.V. (Sitz in Leipzig) auch in der Landeshauptstadt einen Club bzw. Verein zu gründen. Kurzfristig werden wir Treffen anbieten, um gemeinsam unserem Hobby zu frönen, sei es um zu fachsimpeln, anzumalen, Gelände zu bauen, oder Turniere bzw. Kampagnen anzubieten. Mittelfristig wollen wir genügend Mitspieler zusammen bringen, um einen eigenen Raum zu mieten. Dafür haben wir noch etwas Arbeit vor uns, aber wir haben einen Plan und sind uns sicher, dass das Ziel nicht zu weit gesteckt ist.
Wahrscheinlich werden wir uns am 12. November das erste Mal zum Klönen und Malen treffen. Details werden noch bekannt gegeben. Wer Interesse hat, kann sich gerne jederzeit bei mir melden.
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Mittwoch, 26. Oktober 2016
Mittwoch, 16. Dezember 2015
Jahresrückblick und was die Zukunft bringt
Das Jahr neigt sich dem Ende und es ist an der Zeit die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Durch den Blog bin ich zum ersten Mal in der Lage das Geschaffte schwarz auf weiß mit dem zu vergleichen, was ich mir vorgenommen hatte. Der Vergleich sieht leider sehr desaströs aus, kaum ein Projekt, was ich zu Ende gebracht habe, obwohl ich das Jahr viele Minis bemalt habe. Einmal mehr habe ich festgestellt, dass ich unter Druck mit Meilensteinen am meisten schaffe (ein Tabletoptreffen mit den Berlinern, bis dahin müssen 25 Punkte Warmaschine/Hordes angemalt sein, *bääm*, fertig). Danach war der Druck weg und sieben Minis fehlen zum Projektabschluss :(
- Die Modelle für die Combined Army und der Spieltisch sind nicht fertig geworden. Aber die Kampagne lief über fast ein Jahr bis zum Ende, und das, finde ich, ist ein toller Erfolg. Im kommenden Jahr werde ich ab und an eine Figur für Infinity anmalen, aber mein Fokus liegt mittlerweile woanders, mehr dazu weiter unten.
- US Marines für Afghanistan sind fertig, yay!
- Die Jock Column habe ich nicht mehr angefasst… (aber irgendwann wird sie fertig, jawohl!)
- Einen Wüstentisch gibt es auch noch nicht…
- Firestorm Armada: Meine Mitspieler haben ihre Modelle wieder verkauft…
Soviel zu den geplanten Projekten, aber da ist natürlich wieder viel mehr dazu gekommen:
- Ein Skorne-Armeedeal mit 35Punkten für Warmaschine/Hordes (fast fertig, bis auf eine Handvoll Modelle, siehe oben)
- By Fire and Sword – Osmanen: Zur Hälfte bemalt, da kommt immer mal wieder eine Einheit dazu, läuft.
- Musket and Tomahawks - Franzosen: Derzeit auf dem Maltisch für die Präsentation auf der Tactica, fast fertig.
Und was bringt die Zukunft?
Familienbedingt komme ich nur noch zu einem Spiel in der Woche. Die Infinity-Kampagne hat mir sehr gut gefallen, da man da Missionen gespielt hat, die man normalerweise nicht spielt (wie z.B. unter Zeitdruck von einer explodierenden Raumstation fliehen). Ich möchte mich mehr auf solche kampagnenbasierten Spiele konzentrieren. Durchmaximierte Turnierlisten und aalglatte Standardszenarien, die man aus dem Effeff kennt, schrecken mich inzwischen schon fast ab. Das ist übrigens kein Urteil darüber, falls hier ein Turnierspieler mitliest. Es ist einfach nicht meins. Ich mag es, wenn das Spiel eine Geschichte erzählt. Wenn ich überlegen muss, eine Einheit für ein Ziel zu opfern, weil sie mir im nächsten Spiel nicht mehr, oder nur noch geschwächt, zur Verfügung steht.
- Das Spiel „Blücher“ wird das erste in dieser Reihe sein. Ich hatte mir schon länger vorgenommen, eine Armee im Maßstab 6mm zu bemalen, den Anfang werden Franzosen und Briten für die Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel (Peninsular War) machen. Momentan warte ich auf eine Lieferung von Baccus. Darragh stellt eine Armee der Spanier auf, die er sich bei „Adler“ auf der Crisis gekauft hat.
- Relativ spontan ist „Frostgrave“ auf meiner Projektliste aufgetaucht. Man benötigt relativ wenige Figuren, aber ich verspreche mir einige schöne Spiele davon.
- Darragh hat mich auf der Crisis unbewusst zu „Chain of Command“ überredet. Wir wollen eine Kampagne 1941 in Afrika spielen, ich übernehme das Kommando über einen Zug des DAK.
- Die Antike steht schon länger auf meinem Wunschzettel und jüngst sind einige neue Regelwerke aufgetaucht, unter anderem „Aurelian“ von Sam Mustafa (der auch Blücher geschrieben hat). Wenn ich mit dem Maßstab 6mm klarkomme, und es weitere Interessenten gibt, möchte ich mir zwei Armeen dafür zulegen.
Weiterhin werden die Osmanen fertig gestellt, damit ich eine komplette Skirmish-Liste aufstellen kann. Leider finde ich das Regelwerk etwas zu sperrig für ab und an mal ein Spiel damit spielen. Aber wenn die anderen Dresdner irgendwann ihre Armeen bemalt haben, können wir vielleicht damit eine kleine Mini-Kampagne aufziehen. :)
Saga wird natürlich weiterhin gespielt, in der Reckenecke wurden weitere Spieler infiziert. Außerdem habe ich mir vorgenommen, ab und an eine Freebooters Mini einzuschieben, damit meine Bruderschaft endlich fertig wird.
Das ist wieder viel Tobak, und wahrscheinlich sollte ich mich auf 2-3 Projekte konzentrieren, nur fällt mir das schwer. Ich gehe einfach ganz optimistisch in das neue Jahr und schaue, was es bringt. Die Hauptsache ist doch, dass man Spaß hat.
Ich wünsche meinen Lesern eine Frohe Weihnacht und ein spannendes Tabletopjahr 2016.
Donnerstag, 3. September 2015
Der Kalte Krieg wird heiß - ein Überblick
Demnächst wird
Flames of War mit dem Erweiterungsband „Team Yankee“ in eine neue (fiktive) Epoche
aufbrechen: Was wäre, wenn der Kalte Krieg „heiß“ geworden wäre? Oder etwas
griffiger auf Englisch: „Cold War gone hot“.
Die Vorlage zu
diesem Titel kommt übrigens vom Autor Harold Coyle, der unter diesem Namen in den 80ern
einen Bestseller veröffentlich hat.
Die Ankündigung und die gezeigten hübschen Modelle nahm ich zum Anlass, um mal auf dem Tabletop-Markt
zu gucken, was es denn schon heute zum Thema alles gibt, und das ist
tatsächlich eine ganze Menge. Das ist tatsächlich so viel, dass ich hier gar
nicht alles vorstellen kann. Vom Skirmisher bis zu riesigen Tischen voller
Minis, von 3mm bis 28mm, alles ist schon heute vorhanden. Flames of War wird sicher
seine Nische finden, tatsächlich finde ich aber einen kleineren Maßstab als
15mm für moderne Gefechte besser geeignet, da man damit die effektive Kampfreichweite
und Geschwindigkeit besser darstellen kann. Die meisten Regelwerke, die ich
gefunden habe, sind nicht für einen bestimmten Maßstab ausgelegt, so dass man
viel ausprobieren kann, auch wenn man sich irgendwann für Modelle entschieden hat.
Sehr beliebt ist
der „Micro-Scale“ (1/300; 6mm) und „Pico-Scale“ (1/600; 3mm). In diesem Artikel
möchte ich mich auf den Micro-Scale beschränken, der aus meiner derzeitigen
(theoretischen) Sicht den besten Kompromiss zwischen Preis, Detailgrad und
Tischgröße bietet.
Regelwerke
Cold War Commander
Ist schon lange
am Markt, Blitzkrieg Commander ist der Vorgänger, der den 2. WK abdeckt. Wurde
kürzlich von Pendraken Miniatures aufgekauft, CWC 2 soll laut Aussage auf der
Homepage gegen Ende 2015 erscheinen. Die Community ist im CWC-Forum recht
aktiv.
Bei CWC
repräsentiert ein Base ein Platoon, es gibt aber auch eine Spielvariante für
1:1. Man hat das Kommando über eine Kompanie bis zur Division, je nach Maßstab
und Gusto.
Die Aktivierungsregeln
sollen an Warmaster/Epic angelehnt sein.
A Fistful of TOWs 3
Das Spiel gibt es
ebenfalls schon lange, die aktuelle Revision ist von 2011. Es legt den
Schwerpunkt auf mechanisierte Konfliktführung und wurde für 6mm geschrieben,
andere sind aber möglich. Das Werk ist ein ziemlicher Wälzer mit 460 Seiten und
nicht ganz preiswert. Mit Spiralbindung kostet das Buch bei Lulu immerhin Netto
47€, das Hardcover ist nochmal 10€ teurer. Dafür erhält man aber nicht nur die
Regeln und ein Kampagnen-Baukasten, sondern Daten für so ziemlich alle
Waffensysteme, die von 1935 bis heute erschienen sind, sowie so ziemlich alle denkbaren
Armeelisten aus dieser Zeit.
Die Regeln sollen
schnell gespielt werden können. Die Artillerie etwa wird dazu sehr abstrahiert
dargestellt, um nicht in dutzenden Tabellen nachschlagen zu müssen. Eine Runde
soll in 15min zu absolvieren sein.
Modern Spearhead
Scheint vor allem
auf dem amerikanischen Markt vertreten zu sein und die Regeln sind hier nicht
ohne weiteres verfügbar, zumindest habe ich sie nicht gefunden. Daher keine
nähere Betrachtung.
Force on Force
FoF ist ein szenarienbasiertes
Spielsystem, für das es mit „Cold War Gone Hot“ auch einen Erweiterungsband für
den 3. WK gibt.
Der Fokus liegt
bei diesem System auf Platoon- bis maximal Kompanieebene und es ist eher für infanteristisch
ausgetragene Gefechte ausgelegt. Der Herausgeber ist Osprey, entsprechend gut
ist die Aufmachung. Zu jedem beschriebenen Gefecht wird die Geschichte und der
tatsächliche Ablauf geliefert, so dass man sehr nah am Geschehen ist.
Der empfohlene
Maßstab ist 15mm – 28mm.
Micro Melee: Modern Warfare
Relativ
unbekanntes System, das ebenfalls eher zu den “Skirmishern” zählt. Man trägt
Gefechte auf Kompanieebene aus Sicht eines Platoons aus. Die kleinste Einheit
sind Squads. Das Spiel wurde für einen Maßstab von 6-15mm ausgelegt.
Die moderne Variante
(das ursprüngliche Spiel bedient den 2. WK) enthält Regeln für Panzer,
Hubschrauber, Close Air Support, ATGMs usw.
Der Autor Ben
Lacy publiziert Szenarienhefte, für den 3. WK gibt es allerdings noch nichts.
Die Regeln sind
bei Lulu für 10€ (PDF) bzw. 19€ (Print) erhältlich.
Figurenhersteller
GHQ
Der Hersteller
macht 6mm Figuren seit den 1960ern…
Die Qualität ist
top, die Auswahl riesig. Im Bereich 2. WK und modern gibt es kaum Lücken.
Für 5 Panzer
bezahlt man etwa 10€
CinC
Die Qualität soll
nicht viel schlechter sein als GHQ. Die Infanterie ist filigraner (und
empfindlicher). Die Range ist nicht ganz so groß und die Verfügbarkeit (in
Deutschland) generell etwas schlechter.
4 Panzer kosten
6€.
Heroic & Ros
Die Qualität soll
in den letzten Jahren besser geworden sein. Die Range ist mittlerweile sehr
groß.
Interessant wird
es beim Preis. Ein Panzer kostet 50-65 Pence, also deutlich unter 1€.
http://www.army-guide.com/
http://coldwardecoded.blogspot.de/
http://www.ghqmodels.com/pages/military/country_histories.asp
Weiterführende, interessante Links zum Thema
(ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit)http://www.army-guide.com/
http://coldwardecoded.blogspot.de/
http://www.ghqmodels.com/pages/military/country_histories.asp
Gelände
Gamecraft - http://www.gcmini.com/Timecast - http://www.timecastmodels.co.uk/
Paperterrain - http://www.paperterrain.com/
Leven Miniatures - levenminiatures.co.uk
GHQ - http://www.ghqmodels.com/pages/military/freestuff.asp
Old Hardcover - http://www.freewebs.com/gupiao/pdfbuildings.htm
Tutorials
Häuser basieren:http://www.ghqmodels.com/forum/viewtopic.php?t=483&postdays=0&postorder=asc&start=285
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Donnerstag, 12. Februar 2015
Freebooters Fate in Dresden
Heute möchte ich
eine Lanze brechen für die lokale „Freebooters Fate“-Szene. Letzte Woche war
ich zum zweiten Mal mit meinem Goblinpiraten-Starter ohne Vorankündigung in
der Reckenecke, es waren noch zwei weitere Freebooters-Veteranen anwesend, die
bestimmt liebend gerne ihre Listen ausgetestet hätten, mit denen sie am
kommenden Wochenende auf ein Turnier fahren. Stattdessen haben wir uns zu dritt
mit je 300 Punkten auf den Kopp gehauen und ich habe dabei auch noch viele wertvolle
Tipps abgestaubt.
Freebooters Fate
ist eines dieser Spiele, dass man sehr gut beim Spielen lernen kann. Die Regeln
sind nicht zu kompliziert und trotzdem ist es doch vielseitig.
Das Piraten-Thema
hat offensichtlich einige Spieler angesprochen, die vorher nichts mit dem Hobby
Tabletop am Hut hatten. In Dresden gibt es inzwischen wohl so an die 15 Spieler,
die regelmäßig spielen. Diese Zahl finde ich recht beachtlich, da wir ungefähr
genauso viele Infinity-Spieler haben, und die Schnittmenge beider Gruppen nicht
sehr groß ist.
Freitag, 12. Dezember 2014
Alle Jahre wieder, ein Projektausblick auf das kommende Jahr
Alle Jahre
wieder, Weihnachten, die Zeit der Besinnung. Nicht wenige werden eine neue
Armee unter dem Weihnachtsbaum finden, das neue Jahr ist nicht mehr fern, damit
auch die guten Vorsätze, also ist jetzt genau die richtige Zeit Pläne für alte
und neue Projekte zu schmieden.
Ich bin ja
schnell für neue Sachen zu begeistern und dazu ein leidenschaftlicher Sammler. Zum
Glück vermeide ich es, so gut ich kann, mit unbemalten Minis zu spielen, das
bremst die aktiv gespielte Systemzahl stark ein. Trotzdem stelle ich am Ende
des Jahres oft eine starke Diskrepanz zwischen den geplanten und realisierten
Projekten fest. Aber solange ich am Ende des Jahres das Gefühl habe, etwas „geschafft“
zu haben, bin ich mit mir im Reinen. Trotzdem hilft es mir ungemein, wenigstens
eine grobe Richtlinie zu haben, um sich nicht komplett zu verzetteln, was leider
noch häufig genug passiert.
Zwischen den
Feiertagen werde ich das vergangene Jahr Revue passieren lassen, aber hier schon
mal der Plan für das kommende Jahr, ich bin gespannt, wie er sich im Laufe der
Zeit entwickelt.
- Abschluss des Bauprojektes Freebooter Fate / Infinity – Tisch
- Während der Laufzeit der Paradiso-Kampagne sollen alle Combined Army-Modelle Farbe bekommen. Ich rechne vorsichtig mit ca. 2-3 Modellen pro Monat.
- Die Geländestücke samt Inneinrichtung von Spartan Scenics für den Infinity-Tisch brauchen noch Farbe.
- Moderne US Marines für ein Afghanistan-Setting in 15mm. Ständig verschoben, möchte ich aber mit hoher Priorität nächstes Jahr angehen.
- Mit einem Jahr Verzögerung gilt es die Jock Column der EW-Briten für FoW fertig zu stellen. Ein Beispiel für verschobene Prioritäten…
- Ein Wüstentisch samt Gebäuden für Nordafrika / Afghanistan, die Grundlage wird dieses Mal eine Matte.
- Die Flotte für Firestorm Armada stehen auch schon seit geraumer Zeit als Mahnmal grundiert auf dem Maltisch. In der Vergangenheit habe ich gemerkt, dass mir Schiffsmodelle überhaupt nicht liegen, daher ist die benötigte Aktivierungsenergie hier besonders groß.
Bis hierhin sind
das alles alte Projekte, die auf Fertigstellung warten, aber was wäre ein
Jahresausblick ohne was komplett neues? :)
Welche
Zeitperiode es wird ist noch nicht ganz sicher, aber es kommt definitiv ein
neuer Maßstab:
- 6mm. Also dürft ihr gespannt sein!
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