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Sonntag, 6. März 2016

Tactica 2016 - aus meiner Sicht

Jetzt war es endlich soweit, die Tactica 2016 ist vorbei, dieses Jahr zum ersten Mal mit uns als Präsentatoren.

Die Tage danach lag ich erstmal mit einer Grippe flach, daher kommen meine Bilder erst jetzt. Aber so viel kann bereits gesagt werden: wir sind schon am überlegen, womit wir nächstes Jahr aufkreuzen können. Obwohl es anstrengend war, hat es uns allen sehr viel Spaß gemacht.

Alex Kids helfen beim Aufbau

Wir sehen zum ersten Mal unser gemeinsames Werk, ich glaube wir wollten alle am liebsten gleich losspielen.

Im Themenraum gab es sogar ein paar Exponate zu bestaunen

Wohin man sieht, Römer...das diesjährige Motto

Ein toller kleiner 6mm Tisch

Frank Becker at its best: Hafen von Karthago.

Ein kleines gallisches Dorf.

Der Todesstern

Dungeons waren dieses Jahr in Mode

Helms Klamm

Kaiser von Amerika

Ein absolutes Highlight war der japanische Tempel.


Der Tisch von League of Augsburg 
Ich glaube das hier war Donnybrook.

Am Samstag waren die Tische alle schnell besetzt, kein Wunder.


Freebooters Fate und ihr neues Spiel


Jedes Jahr wieder staune ich über diesen Tisch...

...mit seinen kleinen Flugzeugen und einer immensen Simulationstiefe

Königgrätz 1866, präsentiert von Bruce Weigle

da hatte ich viel zu gucken

sehr viel

FoW Vietnam

überall Infanterie

From Hell:

Jagd auf Jack the Ripper

Einer von zwei schönen Frostgrave-Tischen

unser Tisch war teilweise auch sehr umlagert

Das Team Sachsen, müde aber glücklich

Platte verstaut, ab nach Hause. Bis zum nächsten Jahr

Donnerstag, 3. September 2015

Der Kalte Krieg wird heiß - ein Überblick



Demnächst wird Flames of War mit dem Erweiterungsband „Team Yankee“ in eine neue (fiktive) Epoche aufbrechen: Was wäre, wenn der Kalte Krieg „heiß“ geworden wäre? Oder etwas griffiger auf Englisch: „Cold War gone hot“.
Die Vorlage zu diesem Titel kommt übrigens vom Autor Harold Coyle, der unter diesem Namen in den 80ern einen Bestseller veröffentlich hat.
Die Ankündigung und die gezeigten hübschen Modelle nahm ich zum Anlass, um mal auf dem Tabletop-Markt zu gucken, was es denn schon heute zum Thema alles gibt, und das ist tatsächlich eine ganze Menge. Das ist tatsächlich so viel, dass ich hier gar nicht alles vorstellen kann. Vom Skirmisher bis zu riesigen Tischen voller Minis, von 3mm bis 28mm, alles ist schon heute vorhanden. Flames of War wird sicher seine Nische finden, tatsächlich finde ich aber einen kleineren Maßstab als 15mm für moderne Gefechte besser geeignet, da man damit die effektive Kampfreichweite und Geschwindigkeit besser darstellen kann. Die meisten Regelwerke, die ich gefunden habe, sind nicht für einen bestimmten Maßstab ausgelegt, so dass man viel ausprobieren kann, auch wenn man sich irgendwann für Modelle entschieden hat.
Sehr beliebt ist der „Micro-Scale“ (1/300; 6mm) und „Pico-Scale“ (1/600; 3mm). In diesem Artikel möchte ich mich auf den Micro-Scale beschränken, der aus meiner derzeitigen (theoretischen) Sicht den besten Kompromiss zwischen Preis, Detailgrad und Tischgröße bietet.

Regelwerke

Cold War Commander


Ist schon lange am Markt, Blitzkrieg Commander ist der Vorgänger, der den 2. WK abdeckt. Wurde kürzlich von Pendraken Miniatures aufgekauft, CWC 2 soll laut Aussage auf der Homepage gegen Ende 2015 erscheinen. Die Community ist im CWC-Forum recht aktiv.
Bei CWC repräsentiert ein Base ein Platoon, es gibt aber auch eine Spielvariante für 1:1. Man hat das Kommando über eine Kompanie bis zur Division, je nach Maßstab und Gusto.
Die Aktivierungsregeln sollen an Warmaster/Epic angelehnt sein.

A Fistful of TOWs 3


Das Spiel gibt es ebenfalls schon lange, die aktuelle Revision ist von 2011. Es legt den Schwerpunkt auf mechanisierte Konfliktführung und wurde für 6mm geschrieben, andere sind aber möglich. Das Werk ist ein ziemlicher Wälzer mit 460 Seiten und nicht ganz preiswert. Mit Spiralbindung kostet das Buch bei Lulu immerhin Netto 47€, das Hardcover ist nochmal 10€ teurer. Dafür erhält man aber nicht nur die Regeln und ein Kampagnen-Baukasten, sondern Daten für so ziemlich alle Waffensysteme, die von 1935 bis heute erschienen sind, sowie so ziemlich alle denkbaren Armeelisten aus dieser Zeit.
Die Regeln sollen schnell gespielt werden können. Die Artillerie etwa wird dazu sehr abstrahiert dargestellt, um nicht in dutzenden Tabellen nachschlagen zu müssen. Eine Runde soll in 15min zu absolvieren sein.

Modern Spearhead


Scheint vor allem auf dem amerikanischen Markt vertreten zu sein und die Regeln sind hier nicht ohne weiteres verfügbar, zumindest habe ich sie nicht gefunden. Daher keine nähere Betrachtung.

Force on Force


FoF ist ein szenarienbasiertes Spielsystem, für das es mit „Cold War Gone Hot“ auch einen Erweiterungsband für den 3. WK gibt.
Der Fokus liegt bei diesem System auf Platoon- bis maximal Kompanieebene und es ist eher für infanteristisch ausgetragene Gefechte ausgelegt. Der Herausgeber ist Osprey, entsprechend gut ist die Aufmachung. Zu jedem beschriebenen Gefecht wird die Geschichte und der tatsächliche Ablauf geliefert, so dass man sehr nah am Geschehen ist.
Der empfohlene Maßstab ist 15mm – 28mm.

Micro Melee: Modern Warfare


Relativ unbekanntes System, das ebenfalls eher zu den “Skirmishern” zählt. Man trägt Gefechte auf Kompanieebene aus Sicht eines Platoons aus. Die kleinste Einheit sind Squads. Das Spiel wurde für einen Maßstab von 6-15mm ausgelegt.
Die moderne Variante (das ursprüngliche Spiel bedient den 2. WK) enthält Regeln für Panzer, Hubschrauber, Close Air Support, ATGMs usw.
Der Autor Ben Lacy publiziert Szenarienhefte, für den 3. WK gibt es allerdings noch nichts.
Die Regeln sind bei Lulu für 10€ (PDF) bzw. 19€ (Print) erhältlich.

Figurenhersteller

GHQ


Der Hersteller macht 6mm Figuren seit den 1960ern…
Die Qualität ist top, die Auswahl riesig. Im Bereich 2. WK und modern gibt es kaum Lücken.
Für 5 Panzer bezahlt man etwa 10€

CinC


Die Qualität soll nicht viel schlechter sein als GHQ. Die Infanterie ist filigraner (und empfindlicher). Die Range ist nicht ganz so groß und die Verfügbarkeit (in Deutschland) generell etwas schlechter.
4 Panzer kosten 6€.

Heroic & Ros


Die Qualität soll in den letzten Jahren besser geworden sein. Die Range ist mittlerweile sehr groß.
Interessant wird es beim Preis. Ein Panzer kostet 50-65 Pence, also deutlich unter 1€.


Weiterführende, interessante Links zum Thema

(ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit)

http://www.army-guide.com/
http://coldwardecoded.blogspot.de/
http://www.ghqmodels.com/pages/military/country_histories.asp


Donnerstag, 12. Februar 2015

Freebooters Fate in Dresden


Heute möchte ich eine Lanze brechen für die lokale „Freebooters Fate“-Szene. Letzte Woche war ich zum zweiten Mal mit meinem Goblinpiraten-Starter ohne Vorankündigung in der Reckenecke, es waren noch zwei weitere Freebooters-Veteranen anwesend, die bestimmt liebend gerne ihre Listen ausgetestet hätten, mit denen sie am kommenden Wochenende auf ein Turnier fahren. Stattdessen haben wir uns zu dritt mit je 300 Punkten auf den Kopp gehauen und ich habe dabei auch noch viele wertvolle Tipps abgestaubt.

Freebooters Fate ist eines dieser Spiele, dass man sehr gut beim Spielen lernen kann. Die Regeln sind nicht zu kompliziert und trotzdem ist es doch vielseitig.

Das Piraten-Thema hat offensichtlich einige Spieler angesprochen, die vorher nichts mit dem Hobby Tabletop am Hut hatten. In Dresden gibt es inzwischen wohl so an die 15 Spieler, die regelmäßig spielen. Diese Zahl finde ich recht beachtlich, da wir ungefähr genauso viele Infinity-Spieler haben, und die Schnittmenge beider Gruppen nicht sehr groß ist.


Irgendwo auf meinem Projektstapel liegt noch ein Starter der Bruderschaft, den werde ich demnächst wohl etwas höher priorisieren…
Die Goblinpiraten lauern hinter einer Mauer auf ihre Gelegenheit zum Angriff

Ein Goblinmatrose legt an und feuert...


Sonntag, 23. November 2014

Die Tabletopszene in Dresden

Dresden ist für mich, einen anno 2004 aus Berlin ¨West¨ zugezogenen und straff auf die 40 zugehenden Hobbyisten, ein spannendes, aber auch schwieriges Pflaster, wenn man dem Hobby Tabletop fröhnt.
Durch die jüngste deutsche Vergangenheit steckt die Hobby-Gemeinschaft noch in Kinderschuhen. Da es keinen zentralen Anlaufpunkt für Tabletopper gibt, sind die meisten Spieler privat in vielen kleinen Gruppen organisiert.
Wenn man nach anderen Spielern sucht, hat man im Prinzip vier Möglichkeiten:
  • Es gibt ein Geschäft von Games Workshop, welches  recht beengt ist, und die Klientel ist jung und natürlich werden dort nur GW-Systeme gespielt. 
  • Seit drei Jahren gibt es in der Dresdner Neustadt die Reckenecke, ein Geschäft für Brettspiele, Rollenspiele und Tabletops. Dort ist das Spiel Warmachine / Hordes stark vertreten, und seit kurzem etabliert sich eine Infinity-Community, in der ich mich engagiere (siehe dazu die Paradiso-Kampagne).
  • Ebenfalls im Norden von Dresden befindet sich die Hobbyhalle, sie ist das, was einem ¨Club¨ noch am nächsten kommt. Leider sind die Räumlichkeiten in einer alten Fabrikhalle gelegen und in schlechtem Zustand. Auch dort sind GW-Systeme noch am häufigsten anzutreffen.
  • Eigentlich außer Konkurrenz, da virtuell, gibt es noch das Forum von Tabletop Sachsen.
Insgesamt ist die Tabletop-Landschaft hier sehr stark durch GW Turnierspieler geprägt. Vor ein paar Jahren kam in Dresden mit Flames of War das erste historische  Spiel auf und hat sich mittlerweile etabliert. Tatsächlich stellen die Dresdner FoW-Spieler im nächsten Jahr vier ETC-Spieler, darunter auch den Captain. Dies zeigt ¨leider¨ auch den Stellenwert des Spiels: nämlich stark turnierorientiert, die historische Komponente definiert sich über die Modelle, Schlachten von damals werden nicht nachgespielt. Natürlich bestätigt die Ausnahme die Regel.
Weitere historische Systeme sind leider noch in weiter ferne. Demnächst wird es wohl etwas ¨Saga¨ geben, ein Beitrag über die Entstehung meiner Schotten ist derzeit in der Mache. Weiterhin gibt es in Bälde hoffentlich etwas über den Krieg in Afghanistan zu lesen (das wird ein privates Projekt von mir) und außerdem schiele ich verstärkt auf Figuren in 6mm. Aber auch das wird mittelfristig keinen Fuß in Dresden fassen, ein Grund dieses Blogs ist es, daran auf lange Sicht etwas zu ändern ;-)
Ebenfalls wieder im Aufwind ist Infinity, dass 2009 schon einmal viel gespielt wurde, doch nun haben wir hier eine Kampagne mit immerhin 13 Teilnehmern gestartet.
Alles in allem hat sich die Tabletop-Landschaft in den letzten Jahren stark verändert und ich bin guter Dinge, dass sich in dem kommenden Jahren mehr und mehr Spieler finden, die mehr Interesse an der Geschichte und spannenden Spielen, als an Regeln haben :)